Über mich

Geboren am 1.10.1954 gehöre ich nicht nur bei den Golfern inzwischen zu den Senioren. Was mich gefährlich macht, „[…] alte Leute sind gefährlich. Sie haben keine Angst vor der Zukunft!“ bemerkte einst George Bernard Shaw.

Beim Stichwort „Zukunft“ fällt mir in erster Linie die derzeitige Klimawandelhysterie ein. Zum „Klimawandel“ möchte ich bemerken:

Ich habe etwas dagegen, dass wir jetzt alles hurtig einreissen, was frühere Generationen mühsam aufgebaut haben. Und das uns Wohlstand, Sicherheit und eine verlässliche, bezahlbare Energieversorgung beschert hat. Der Verzicht auf eine stabile, bezahlbare Energieversorgung nur um das böse Treibhausgas CO2 einzusparen, hat mehr Nachteile als Vorteile. Der Verzicht auf individuelle Mobilität mag ja in den grossen Städten noch machbar sein – bei uns auf dem Lande wird so etwas dazu führen, dass das Land unbewohnbar wird.

Mehr Gelassenheit tut Not – und der unermüdliche Einsatz von Hirnschmalz, denn es gibt durchaus viel zu verbessern. Nicht alles ist gut, wie es ist oder gar früher war. Aber ein „ich will, dass ihr in Panik geratet“ hilft nicht. Panik ist kein guter Ratgeber. Noch nie gewesen. Man erkennt hoffentlich, dass ich konservativ bin. Im Sinne von: das Neue muss erst beweisen, dass es zumindest genauso gut ist, wie das Alte, bevor ich einen Wechsel in Erwägung ziehe.

Und noch eins: ja, ich rede auch als „old bad whiteass“ noch mit, obwohl ich „schon bald nicht mehr da“ bin. Etwas Respekt könnten die Jungen den „Boomern“ schon entgegenbringen. Schliesslich können sie heute ja nur auf der Grundlage unserer Leistungen ein grosses Maul haben. Und auch wenn meine Zukunft statistisch gesehen deutlich kleiner ist als eure – auch ich habe noch eine. Aber meine Vergangenheit und die damit verbundenen Erfahrungen ist deutlich grösser als Eure! Das Gute an Erfahrung ist, dass man nicht alle Fehler erneut machen muss.

Der hier ist auch nicht schlecht: „Je älter man wird, desto ähnlicher wird man sich selbst.“ (Maurice Chevalier)

Seit kurzem bin ich „Privatier“, das heisst, ich kann mein bisheriges Arbeitsleben aus der Ferne ansehen.

Vielfach wurde ich gefragt, ob ich nach meinen Berufserfahrungen heute noch mal Anästhesist werden würde.

Die Antwort ist nicht so einfach. Einerseits hat es viel Schönes, wenn man Patienten die Angst vor der OP nehmen, Schmerzen bekämpfen und ansonsten für sie sorgen kann, während und nach der Narkose. Andererseits kann man nicht viel Ruhm und Ehre ernten als Anästhesist. Man braucht eine hohe Frustrationstoleranz und Stressresistenz – nicht umsonst ist die Suizidrate neben der Substanzabhängigkeit bei Anästhesisten die höchste unter den Ärzten.

Man hat ja stets zwei „Kunden“: den Patienten und den Operateur. Wenn man seine Sache gut macht, bekommt man von keiner Seite Lob, der Patient merkt ja nicht, mit wieviel Mühe man ihn am Leben erhält – und den Operateur interessiert’s nicht, Hauptsache, der Patient hält still und stört die schöne Operation nicht durch unbotmässige Bewegungen. Für besondere „Extras“ meiner Zunft hat der Operateur in der Regel nix übrig. Irgendwelche Regionalanästhesie, gar aufwändig mit Katheter? Nur wenn’s keine Zeit kostet. Hat nämlich für den Operateur keine Vorteile, erfordert aber unter Umständen seine Geduld – und das wäre ganz eindeutig zu viel verlangt. Während die Zeit, die er für seine Verrichtungen braucht, scheinbar gottgegeben ist, hat er doch eine dezidierte Meinung darüber, wieviel Zeit andere brauchen dürfen. Überhaupt ist nur der ein guter Anästhesist, der die Vorstellungen der Operateure von „Wechselzeiten“ noch unterbieten kann.

Und wenn dann noch ein Geschäftsführer erklären kann, die Qualität ärztlicher Arbeit interessiere ihn nicht, Hauptsache die Quantität stimme – dann ist doch wohl Zweifel an der richtigen Berufswahl geboten!

Aber trotzdem: Anästhesie ist ein schönes Fach! Keine Arztbriefe, keine rektalen Untersuchungen!

Dem Narkotiseur is nix zu schwör.

 

 

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Auf der Suche nach neuen Herausforderungen, haben meine Göttergattin und ich vor Jahren das Golfspielen angefangen. Jajaja, wir kennen schon alle blöden Witzchen zum Thema „Golf und/oder Sex“. Erzählen Sie mal einfach was Neues…..

  • „Golf ist der größte Spass, den man mit angezogener Hose haben kann“ (Lee Trevino, aufgegriffen durch Geiger in „Pfarrer Braun“)
  • „Golf und Sex sind die einzigen Dinge, die so richtig Spaß machen, auch wenn man sie nicht besonders gut kann.“ (Jimmy Demaret)

das sagt doch alles!

Zu meiner Spielstärke (unter Golfern wird man ja stets und ständig nach dem Handicap gefragt): ich habe kein Handicap, ich bin das Handicap! Ich finde, für jemanden, dessen Gleichgewichtssinn 1992 bei einer OP abhanden gekommen ist, spiele ich trotzdem erstaunlich gut. Wenn auch jeder Schwung ein Kampf gegen unbeabsichtigtes „dem-Ball-Hinterherfallen“ ist.

2019 ist es gelungen, mein Handicap so feinzutunen, dass ich auch auf ausländischen Plätzen, wo der Herr erst ab -28 Stammvorgabe als Golfer akzeptiert wird, spielen darf. Uff.

Inzwischen bin ich Fan des Lochspiels. Da kann man sich gegenseitig Putts ab zwei Metern „schenken“ und auch mit einer 11 noch ein Loch gewinnen und Spaß haben. Kommt nur auf die Mitspieler an….

Man kann – nach Aussage eines Profis, der’s wissen muss – pro Runde ungefähr drei Schläge erwarten, die vollkommen so sind, wie man sie haben möchte. Im Umkehrschluss kann ich jetzt meine Runde nach drei guten Schlägen beenden – da kommt ja nix mehr!

Sonst interessiere ich mich für Fotografie (durchaus auch analoge, denn ich habe meine gut erhaltene Nikon F 100 wiederentdeckt), elektronische Bildbearbeitung, Radfahren und Reisen.

Ich lese gern – allerdings ist die Auswahl an guten Büchern und Autoren dünn. Simon Singh „Fermats letzter Satz“ ist so eines.
Und höre gern gute Musik, von Julian Sas über Erja Lyytinen, Leonard Cohen, Aynsley Lister, Esbjörn Svensson zu Hazmat Modine und The Who. (Aufzählung nur exemplarisch). Gerne auch mal Klassik, oder Jacques Loussiers verjazzte Bachversionen.

 

 

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