Über mich

Geboren am 1.10.1954 gehöre ich bei den Golfern inzwischen zu den Senioren. Was natürlich völlig richtig ist. So alt, wie ich mich  manchmal auf der Runde fühle, kann kein Mensch werden.

Gottseidank habe ich die ‚midlife-crisis‘ hinter mir. Die Phase, in der man die Haare länger trägt, Lederjacke und Motorrad her müssen…. Inzwischen ist wieder die Zivilisation eingekehrt.

Beruflich bin ich dabei, „auf die Zielgerade“ einzubiegen. Gottseidank, kann man sagen, da mir so manche Entwicklung in unserem Gesundheitswesen deutlich missfällt, da sie so gar nichts mit den eigentlichen Aufgaben – beispielsweise eines Krankenhauses – zu tun hat.

Früher haben wir Dinge gemacht, weil wir sie konnten – und gerade jemand da war, der das gebraucht hat. Heute dient all unser Tun dem Kommerz, da ja die Krankenhäuser – das ist politisch so gewollt – in den Wettbewerb um die knappen Finanzen eintreten mussten.

Das ist so sinnvoll, wie der Bundeswehr aufzutragen, sie müsse sich jetzt selbst finanzieren. Man könnte ja, so wie früher auch, mal ein paar Nachbarn überfallen und ausplündern. So etwas hielte man – mit Recht – für völlig durchgeknallt.

Aber so ähnlich muss man sich den Auftrag, als Krankenhaus im Wettbewerb um die Finanzierung mit anderen Häusern zu konkurrieren, auch vorstellen. Kluge Leute verlegen schwierige und teure Patienten rechtzeitig in ein Zentrum (beispielsweise Uniklinik) und verkleinern so ihre Defizite. Die anderen – nun ja.

Und natürlich: ein Krankenhaus kann heutzutage nur auf dem Rücken des Personals schwarze Zahlen schreiben. Ist so ähnlich wie in der Gastronomie und im Hotelgewerbe. Gutes Personal kostet. Wenn man da am Stellenplan herumstreichen kann….

Meine Work-Life-Balance ist momentan mehr zu „Life“ verschoben. Meine Brötchen verdiene ich derzeit als (Teilzeit-) Anästhesist in einem kommunalen Krankenhaus. Zum anderen Teil bin ich schon Rentner. Da ich abwechselnd blockweise arbeite und Freizeit geniesse, kann ich Reisen unternehmen, solange ich noch einigermassen beieinander bin und gleichwohl Spass an der Arbeit haben…

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen, haben meine Göttergattin und ich das Golfspielen angefangen. Jajaja, wir kennen schon alle blöden Witzchen zum Thema „Golf und/oder Sex“. Erzählen Sie mal einfach was Neues…..

  • „Golf ist der größte Spass, den man mit angezogener Hose haben kann“ (Geiger in „Pfarrer Braun“)
  • „Golf und Sex sind die einzigen Dinge, die so richtig Spaß machen, auch wenn man sie nicht besonders gut kann.“ (Jimmy Demaret)

das sollte doch dazu genug sein, oder?

Zu meiner Spielstärke (unter Golfern wird man ja stets und ständig nach dem Handicap gefragt): ich habe kein Handicap, ich bin das Handicap! Ich finde, für jemanden, dessen Gleichgewichtssinn 1992 bei einer OP abhanden gekommen ist, spiele ich trotzdem erstaunlich gut. Wenn auch jeder Schwung ein Kampf gegen unbeabsichtigtes „dem-Ball-Hinterherfallen“ ist.

Inzwischen bin ich Fan des Lochspiels. Da kann man sich gegenseitig Putts ab zwei Metern „schenken“ und auch mit einer 11 noch ein Loch gewinnen und Spaß haben. Kommt nur auf die Mitspieler an….

Sonst interessiere ich mich für Fotografie, elektronische Bildbearbeitung, Radfahren und das Bearbeiten meiner Gitarre – dank eines kleinen 100W-Fender Frontman wissen jetzt auch endlich meine Nachbarn, was gute Musik bedeutet.

Ich lese gern – allerdings ist die Auswahl an guten Büchern und Autoren dünn. Simon Singh „Fermats letzter Satz“ ist so eines.
Und höre gern gute Musik, von Julian Sas über Erja Lyytinen, Leonard Cohen, Aynsley Lister, Esbjörn Svensson zu Hazmat Modine und The Who. (Aufzählung nur exemplarisch).

Und: vielleicht lerne ich das ja doch noch, einen brauchbaren Golfschwung hinzukriegen!

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