Im Blindflug

Die Entscheidungen, die unsere Bundesregierung trifft, machen nicht nur, was Corona angeht keinen guten Eindruck.

Da wird entgegen dem Rat der WHO und diverser internationaler Experten eisern am Lockdown festgehalten. What ever it takes – das verheerende Ergebnis bekommen wir dann im Laufe des Jahres zu sehen.

Was so durchsickert über die Entscheidungsprozesse unserer Regierenden, macht mich sprachlos.

In der Fliegerei (und nicht nur da) gibt es eine bewährte Taktik der Entscheidungsfindung.

Abgekürzt mit dem Akronym F O R D E C .

Was bedeutet das?

  • F = Facts. Man trägt alle Fakten zusammen, die bei der Entscheidung wichtig sein können, nicht nur ausgewählte, die die Meinung festigen helfen, die ich sowieso schon habe.
  • O = Options. Man prüft alle sich bietenden Möglichkeiten zur Reaktion, nicht nur die „alternativlosen“.
  • R = Risks. Man überprüft die Risiken, die mit den Optionen verbunden sind. Auch hier wieder alle, nicht nur die alternativlos erscheinenden.
  • D = Decision. Jetzt erst erfolgt eine Entscheidung, nach Abwägen aller Fakten, Optionen, Risiken.
  • E = Execution. Man führt die getroffene Entscheidung durch. Komplett.
  • C = Check. Prüfung, ob das Ergebnis der Massnahmen den Erwartungen entspricht. Problem gelöst? Wenn nein, dann setzt man bei F wieder an und durchläuft den ganzen Prozess wieder von vorn.

Alles andere wäre „wishful thinking“ – und daraus ist, wie man in der Fliegerei weiss, noch nie etwas Gutes entstanden. Wishful Thinking führt direkt zum Absturz.

Unsere Regierenden machen diesbezüglich keinen guten Eindruck. Egal, ob es um die Pkw-Maut, Nordstream 2, die unsägliche Energiewende, der hastige Atomausstieg oder eben um Corona geht, „wishful thinking“ everywhere. Keine Beratung durch ein vielfältig zusammengesetztes Expertengremium, keine ausreichend umfassende Risiko-Nutzen-Abwägung. Kritische Stimmen im eigenen Haus werden schnell zum Verstummen gebracht.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt, als ich seinerzeit Leute gewählt habe, denen ich genug Weitblick und Entschlossenheit zutraute, damit sie Schaden von der Bundesrepublik Deutschland abwenden sollten (wie es so schön im Amtseid heisst).

Inzwischen fällt mir schwer, an Hanlon’s Razor zu glauben, jenes Theorem, das besagt, man glaube nicht an eine Verschwörung, wenn die in Frage stehende Handlung ausreichend durch Unfähigkeit und Unwissen zu erklären sei.

MacOS Catalina – Papierkorb will sofort löschen

Wer kennt es nicht?

Man möchte eine Datei in den Papierkorb verschieben – und bekommt eine Fehlermeldung, die darauf hinweist, dass – wenn man weiter macht – die betreffende Datei sofort gelöscht wird.

Wo ist der Papierkorb? Und warum funktioniert er nicht?

Gestern ging’s doch noch!

Zunächst wird man im Stammverzeichnis der Macintosh HD nach dem geschützten Systemordner „.Trashes“suchen müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist der vorhanden, kann man aufatmen – hier geht’s weiter:

Konstruktionsbedingt ist der „Papierkorb“  ein Unterverzeichnis, das im Benutzerverzeichnis beim Anmelden des Benutzers angelegt wird. Wenn man sich auch versteckte Dateien anzeigen lässt, sollte im Normalfall im Benutzerverzeichnis ein Ordner mit angezeigtem Namen „Papierkorb“ existieren.

Wenn nicht, wird dieses angelegt, sobald man eine Datei in den Papierkorb verschieben möchte. Klickt man auf „Informationen“ erfährt man, dass dieses Verzeichnis nur für den Benutzer als „Papierkorb“ angezeigt wird, der interne, wahre Name lautet: .Trash. Mit einem Punkt vorn ist es als „versteckt“ gekennzeichnet.

Soweit, so gut.

Manchmal aber – und ich kann nicht herausfinden, wieso – wird statt des Verzeichnisses eine Datei angelegt. Diese heißt auch .Trash.

Und das ist dann der Grund, warum es nicht gelingt, Dateien im Papierkorb zwischenzulagern, bis man sie endgültig löschen möchte.

Die Datei .Trash zeigt sich da als störrisch.

Lösung des Problems: nachschauen, ob .Trash ein Verzeichnis oder eine Datei ist – Datei löschen, Papierkorb funktioniert wieder.

Das schreit geradezu nach einer Automatisierung – beispielsweise einer Apple-Script-Aktion.

Also etwa so:

try    

set theFile to "~/.Trash"   
set msg to "Keine Datei ~/.Trash"       

tell application "System Events"           

if exists file theFile then do shell script "rm '~/.Trash'"           

say "Der Fehler ist behoben"            

end if    

end tell   

# sollte das Verzeichnis Papierkorb existieren, käme eine kryptische Fehlermeldung, die wir hier abfangen       

display dialog msg on error  
say "mit dem Papierkorb kannst Du arbeiten"

end try

Ich kann euch aber beruhigen: selbst, wenn man alles schön zusammen klickt, funktioniert es doch nicht immer zuverlässig. Speziell, wenn man es bei der Benutzeranmeldung als „Anmeldeobjekt“ ausführen lässt, wird das Apple-Script enttäuschen.

 

Warum also nicht mal ein Shellscript verwenden? Zumal das Löschen der störrischen Datei auch unter Apple-Script nur funktioniert, wenn man „rm“ in der Anweisung „do shell script“ bemüht.

#! /bin/zsh 
# erstmal das Datum und die Uhrzeit in eine Variable, auf die später zurückgegriffen werden kann 

d=$(date +%d.%m.%Y\ %H:%M) 

# erste Abfrage: ist Trash ein Verzeichnis? 
# wenn ja, schreib Datum und Uhrzeit und die Ansage in die Log-Datei

if [ -d ~/.Trash ] ; then echo $d 'Der Papierkorb scheint funktionstüchtig' | tee -a checkTrash.log 

# zweite Abfrage, wenn erste negativ: ist Trash eine Datei? 
# wenn ja, schreib Datum, Uhrzeit und Ansage in die Log-Datei und lösche Trash 

elif [ -f ~/.Trash ] ; then echo $d '.Trash ist eine Datei und wird gelöscht!' | tee -a checkTrash.log && rm -f ~/.Trash 

# wenn Trash weder als Datei noch Verzeichnis vorhanden, wundere dich und 
# schreib Datum und Uhrzeit und Meldung in die Log-Datei 

else echo $d 'Kein .Trash weit und breit' | tee -a checkTrash.log 

fi 

exit

So.

Unter einprägsamem Namen („irgendwas“.sh – das sh deutet schon an, dass es ein Shellscript sei) abgespeichert, anschließend ausführbar machen (chmod u+x irgendwas.sh) und in der Systemsteuerung unter Benutzer&Gruppen – Anmeldeobjekte registrieren und dann sollte es seine Arbeit jedes mal bei Benutzeranmeldung tun.

Wenn man im Terminal unter EinstellungenProfileShell die Option „Shell“ „schließen, wenn kein Fehler aufgetreten ist“ ausgewählt hat, wird man beim Anmelden einmal die Shell kurz aufblitzen sehen und dann nicht weiter damit belästigt. Man kann gelegentlich in die Logdatei schauen und sich freuen, wie oft das Shellscript dem Papierkorb auf die Beine geholfen hat….

Alternativ könnte das Shellscript auch so aussehen:

#!/bin/zsh 
#Variable Datum und Uhrzeit erzeugen 

d=$(date +%d.%m.%Y\ %H:%M) 

for datei in ~/.Trash 

   do [ -f $datei ] && echo $d "$datei: ist eine reguläre Datei und wird gelöscht" | tee -a checkTrash.log && rm -f ~/.Trash 

        [ -d $datei ] && echo $d "$datei: ist ein Verzeichnis - der Papierkorb funktioniert" | tee -a checkTrash.log 

        [ ! -e $datei ] && echo $d "$datei: existiert nicht!" | tee -a checkTrash.log 

   done

 

 

MacOS und der Papierkorb – Objekte „klemmen“ im Papierkorb

Nach einer Renovierung einiger Einstellungsdateien, die nötig war, um Apple-Mail das Starten mit sekundenlangem Beachballing abzugewöhnen, wollten sich einige der gelöschten Dateien nicht aus dem Papierkorb verabschieden.
Apple selbst hat zu diesem Problem eine relativ akkurate Anleitung veröffentlicht.

Die aber in meinem Fall das Problem überhaupt nicht lösen wollte.

Also musste ich – mal wieder – tief im Maschinenraum verschwinden und sehr händisch die Lösung erzwingen. Einfach das Terminal bemühen und dort Dateien löschen, funktioniert nicht: hartnäckig erscheint beim Versuch die Meldung: „operation not permitted“ – da sind wir konsequent…

Also anders:

  1. Man starte den Rechner von der Wiederherstellungspartition (beim Hochfahren CMD-R halten, bis das Apple-Logo erscheint).
  2. Das Festplattendienstprogramm aufrufen und die Partition „MacOS-HD-Daten“ aktivieren.
  3. Das Festplattendienstprogramm kann nun beendet werden.
  4. Aus dem Reiter „Dienstprogramme“ kann jetzt das Terminal gestartet werden.
  5. Man navigiere dorthin, wo der klemmende Ordner „.Trash“ residiert, also „Volumes/Users/<Benutzer>/.Trash“
  6. Dort mit ls -a auflisten lassen, was so alles im verunglückten Papierkorb liegt.
  7. Jetzt diese Objekte löschen, wobei Verzeichnissen mit rmdir und Dateien mit rm Beine gemacht wird – und Verzeichnisse kann man nur löschen, wenn sie leer sind, daher ist etwas Geduld und Beinarbeit erforderlich.
  8. Erst wenn der Papierkorb komplett leergeräumt wurde, kann man wieder das normale System starten und sich freuen, dass dieser wieder seine normalen Dienste anbietet.

Wohl dem, der sich mit dem Terminal auskennt!

Interessanterweise startet das Terminal in der Wiederherstellungskonsole mit der Bourne-again-Shell (BASH), also nicht wundern, wenn das Ganze anders aussieht, als man im normalen Betrieb gewöhnt ist, denn dort ist neuerdings die Z-Shell (ZSH) voreingestellt.

Wie scharf ist doch das Schwert

der deutschen Sprache!

Wir unterscheiden fein zwischen „überzeugen“ und „überreden“, was im lateinischen beispielsweise nur durch die Präposition ausgedrückt wurde, die dem Verb „persuadere“ zugeteilt wurde.

Daher verwundert es mich schon, wie unscharf und wischi-waschi im Zusammenhang mit Corona gesprochen wird.

Da werden durch den PCR-Test festgestellte Virusgenomschnipsel kritiklos mit „Infektionen“ gleichgesetzt. Und natürlich, bei stetig steigenden Testzahlen besorgniserregende Zunahmen von Infektionen gemeldet.

Das klappt prima, das Volk in Panik zu halten.

Dabei sind bei genauerer Betrachtung die sogenannten „Infektionszahlen“ stark in der Nähe der falsch positiven Testergebnisse.

Wobei auch niemand sich die Mühe macht, anzugeben, ob und wie die verwendeten Tests validiert wurden.

Dann scheint es in den Medien auch komplett egal zu sein, ob „Infizierte“ auch tatsächlich erkranken. Und gegebenenfalls selbst zur Virusschleuder werden.

Ob „Erkrankte“ später einen schweren Verlauf haben oder nahezu symptomlos bleiben, scheint auch uninteressant zu sein.

Wie viele von den schwer erkrankten im Hospital landen, wie viele von den Hospitalisierten auf die Intensivstation müssen, wie viele davon beatmet werden und wie viele Corona-Tote es gibt – alle Diversifizierung scheint uninteressant zu sein. Ausser man betrachtet die inzwischen postulierten 66 Geschlechter – aber das ist eine andere Baustelle.

Wie das Kaninchen auf die Schlange starren alle auf die gemeldeten „Neuinfektionen pro Hunderttausend Einwohner“ – und daran macht man fest, wo wieder „die Zügel angezogen werden“, sprich die Eingriffe in die Grundrechte der Bürger verstärkt werden müssen.

Gegen die allgegenwärtige Panikmache spricht der Verlauf der Sterbezahlen – wobei jeder, der einmal die Diagnose „Corona“ erhalten hat, bei einem späteren Ableben als Coronatoter registriert wird, auch wenn er – inzwischen genesen – an einem Verkehrsunfall gestorben ist. Auf den Intensivstationen reduziert man inzwischen die Zahl an nur für Coronafälle freigehaltenen Betten.

Da kratzt man sich am Kopf, aber die Zahlen sprechen dennoch eine deutliche Sprache: sie bleiben niedrig. Auch wenn ständig neue Gebiete zu Risikogebieten erklärt werden, scheinbar nach dem Zufallsprinzip. Man kann keine Reise irgendwohin beginnen, ohne die Unsicherheit auch ohne Quarantäneauflage wieder zurückkehren zu können.

Sinnvoll geht anders….

Ibiza ff.

Da gab es seinerzeit doch ein Video, das Herrn Strache in körperlich etwas derangiertem Zustand zeigte. Dieser erschien mindestens ausreichend alkoholisiert und erläuterte einer ihm bis dato völlig unbekannten, angeblichen Oligarchin aus dem schönen Russland diverse Möglichkeiten, an der Steuer vorbei mehrere Millionen in Österreich anlegen zu können.

Grosse Empörung aller Orten, Strache musste zurücktreten und die österreichische Regierung war geplatzt.

Nun taucht eine Mitschrift auf, die belegt, dass das Video erheblich länger gewesen sei (die Rede ist von anderthalb Stunden) und dass Strache dort in endloser Litanei erläutert habe, mit ihm sei sowas nicht zu machen. Er mache sich da angreifbar und das sei das Letzte, was er gebrauchen könne.

Diese ganze Causa wirft bei mir doch einige Fragen auf.

Erstens: wie kommt das Video in die Öffentlichkeit? Denkbar, dass jemand (wilde Vermutungen sprechen von einem Geheimdienst) das illegal gedrehte Video gezielt an die Süddeutsche und den Spiegel weitergegeben haben könnte. Mit dem Ziel, dass diese daraus eine verkürzte Version produzieren, woraufhin in Österreich nach der Veröffentlichung die Regierung stürzen möge.

Zweite Frage: wieso nicht gleich selbst auf die entsprechenden Passagen verkürzt? Denn wie sich nun herausstellt wäre das gesamte Video doch nicht ganz so peinlich für Strache gewesen. War sich da jemand sicher, dass die einschlägig bekannten Redaktionen schon die richtige Szene ausschlachten würden?

Dritte Frage: wieso hält es ein Politiker eigentlich anderthalb Stunden mit einer ihm bis dato nicht bekannten Person (Oligarchin??) aus, ihr immer und immer wieder erklärend, dass gewisse Finanztransaktionen mit ihm nicht zu machen seien?

Mal ehrlich: jeder, der einigermassen bei Verstand ist, verlässt doch wortlos so eine Party! Und zwar sofort. Ohne irgend eine Äusserung, die man später entsprechend zurechtschneiden könnte.

Vierte Frage: wieso erst jetzt? Woher und warum erst jetzt dieses plötzliche Auftauchen einer Mitschrift?

Fünftens: Wieso ist diese „Mitschrift“ in weitesten Teilen geschwärzt?

Und sechstens: wieso nur die Mitschrift, die grösstenteils geschwärzte. Wieso nicht das komplette Video zum Selberanschauen?

Herr Strache äussert sich hier dazu. Allerdings ist nach dem Interview die ganze Sache genauso obskur, wie vorher. Er erklärt, dass die Mitschrift so ausgiebig geschwärzt werden musste, weil er sich da teils hämisch über Dritte äussere. Er habe sich dafür schon entschuldigt…

Nochmal: wieso schwadroniert so einer eigentlich vor Fremden herum? Wieso lässt er sich zu solchen Vorträgen hinreissen? Es entsteht der Verdacht, dass Herr Strache nicht das erste Mal „aus dem Gleis springt“. So einer in der Regierungsverantwortung?

Leise kommt mir die Idee, Herr Strache sei vielleicht das Opfer von „friendly fire“ geworden. Könnte Sinn machen, das „über Bande“ zu spielen, um einen ungeliebten Partner zu entsorgen.

Wir erinnern uns: Herr Kurz ist immer noch (oder schon wieder) an der Regierung – ohne den geschwätzigen Herrn Strache.

Welcher Tag ist heute?

So fragte heute früh eine Stimme aus dem Radio.

Genauer gesagt, das Morgenmagazin von WDR 2 lief.

Jetzt schreiben wir doch den 20. Juli. Und so erwartete ich natürlich einen Hinweis auf das Gedenken an das missglückte Attentat auf den „Führer“ Adolf Hitler am 20.7.1944 in der „Wolfsschanze“ bei Rastenburg in Ostpreussen.

Übrigens gibt es heute immer noch Führungen in den teilweise zerstörten Anlagen der Wolfsschanze.

Ich wartete auf einen „Zeitzeichen“-ähnlichen Textbeitrag, der die Bedeutung des Attentats und das Schicksal der beim später im Sande verlaufenen Putschversuch Beteiligten hinwies. Auf „Volksgerichtshof“, auf „Roland Freisler“, auf Namen und Schicksale der Attentäter….

Habe ich jetzt zuviel verlangt?

Das Morgenmagazin ist schon seit geraumer Zeit in ziemliche Albernheit abgesunken, wirklich wichtige Informationen bekommt man da nur selten. Im Gegensatz zu früher, als noch Carmen Thomas bohrende Fragen an Lokalpolitiker stellen konnte. Das war vor ihrer Begeisterung für das Trinken von Morgenurin…

Na, was glaubt ihr, was hatte das Morgenmagazin zu melden, welcher wichtige Tag war denn heute?

Ihr kommt nicht drauf!

Es ist heute, 20.7.2020, der „Tag des hässlichen Lastwagens„.

Wie sind wir nur bislang ohne diesen Feiertag ausgekommen? Wie lange gibt’s den denn schon? Und wir alle haben nichts davon gewusst.

WDR2 – Infos die ich brauche, Musik, die ich mag. So klingt der Slogan, den sie einem da immerfort um die Ohren hauen….

Corona – nein, nicht schon wieder

Kritik an den Massnahmen oder der fehlenden Rückkehr zur Normalität – wird an diversen anderen Stellen geäussert. Da möchte ich mich nicht auch noch betätigen. Obwohl – aber lassen wir das.

Mir fiel nur hier und da auf, dass diese „Coronakrise“ etwas mit den Menschen macht.

Da sind zum Beispiel Leute, die vom Kreis Gütersloh aus nach Heringsdorf in Urlaub gefahren sind, gerade als die bei Tönnies durchgeführten Massentests an unbeeinträchtigen Mitarbeitern der Zerlegebetriebe erschreckende Ergebnisse zeigten. Den Schlüssel zur gebuchten Ferienwohnung haben sie in Ruhe abholen können. An der Ferienwohnung angekommen, wurden sie von Polizei und Gesundheitsamtmitarbeitern umringt und am Einzug gehindert. Nein, hier herrsche ein Beherbergungsverbot, erlassen vom zuständigen Innenministerium Meck/Pomm. Sie seien hiermit offiziell aufgefordert, sofort und ohne Aufenthalt die Rückreise anzutreten. Und sie durften noch froh sein, dass sie nicht an Ort und Stelle in Gewahrsam zwecks Quarantäne genommen wurden.

Anderen Urlaubern, die ihr Auto mit Gütersloher Kennzeichen geparkt hatten, haben die Meister der wortlosen Kommunikation mithilfe von Nägeln und Schraubendrehern auf dem Autolack die Botschaft hinterlassen, sie seien – entsprungen einem Corona-Hotspot – nicht willkommen.

Es gibt erste Berichte von Gütersloher Kreisbewohnern, die mithilfe eines Mietwagens mit Münchner Kennzeichen solchem Treiben vorbeugen.

Ein Bekannter auf Radtour entlang der ehemaligen deutsch/deutschen Grenze. Kommt nachmittags an seiner vorgebuchten Fahrradpension an. „Wie weit ist denn Bielefeld von Gütersloh entfernt? Oh, doch so nah? Ja, dann könnse hier nicht übernachten.“ Alternative Übernachtungsmöglichkeiten boten sich auch nicht, nicht im Ort und in der Nähe. Blieb nur, die Reise für beendet zu erklären und sich von der Tochter mit dem Auto aufsammeln zu lassen….

Oder: ein runder Geburtstag steht an. Die Dame möchte nicht allein feiern und lädt die engsten Freundinnen ein – immerhin sind sie noch zu acht. Und nicht aus dem gleichen Haushalt… Kaum sitzt das Kaffeekränzchen gemütlich und lässt sich Torte und Kaffee schmecken – klingelt das Ordnungsamt an der Tür. Die Party kostete die Veranstalterin 2500,- € Geldbusse und jede der Teilnehmerinnen nochmal 250,- €. Na, da hat sich das Anrücken der Ordnungsmacht aber so richtig gelohnt. Wie sich dann herausstellte, war der Nachbar so freundlich, die Ordnungsbehörde zu informieren. Ob aus Ärger darüber, dass man ihn nicht eingeladen hatte oder aus echter Besorgnis über einen drohenden Massenausbruch von Corona in seinem Viertel war nicht herauszubekommen.

Und dann neulich im Supermarkt. Vor mir ein betulicher älterer Herr, der beim Zahlen mit Kleingeld unsere Geduld auf eine harte Probe stellte. So lange, wie der im Portemonaie herumkramte! Und als er dann endlich seine Siebensachen wieder im Korb hatte, ging er nicht etwa weiter, um für uns Platz zu machen, sondern wandte sich an die Kassiererin: „Hönnsema, die Frau Dingens, darf die denn hier so ohne Maske rumlaufen!?!“ Offenbar eine MItarbeiterin des Markts. Nein, dürfe sie nicht. „Ja, habbich ihr auch gesagt, aber da kam dann nur ein dummer Spruch.“ So, Petze. Jetzt schleich dich! Aber nein, er blieb ganz entspannt stehen und wollte dieses Thema in aller epischen Breite erörtern – vermutlich solange, bis er endlich für sein Aufpassen und die sachdienlichen Hinweise gelobt wird. Jetzt platzt mir der Kragen: „Entschuldigen Sie, wenn ich diese nette Unterhaltung unterbreche, aber wir sind ziemlich in Eile…“ Jetzt schaut er dumm. Trollt sich dann aber doch. Ich kann mich gerade noch bremsen, ihm ein markiges „Blockwart!“ hinterherzuschreien.

Plötzlich sind sie alle wieder da. Die Gerechtigkeitsfanatiker, die selbstlos hinter der Gardine lauern und Falschparker anzeigen, haben jetzt ein neues Betätigungsfeld: Coronapolizei. Alle haben ruck-zuck Opas Blockwartausrüstung aus dem hintersten Winkel des Dachbodens hervorgekramt, wo sie seit ’45 Schimmel ansetzte und gehen auf Jagd. Ihre potentielle Beute: Maskenmuffel, Hände-nicht-Desinfizierer und ähnliche Gefährder der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Versammlungsverbotsbrecher und Coronaöffnungsdiskussionsorgienbetreiber, nehmt euch in acht!

Bildverwaltung Teil 1 – einmal einfach

Auf der Suche nach einer verlässlichen (und bezahlbaren) Fotoverwaltung bin ich kürzlich über etwas Erstaunliches gestolpert: Digikam.

Ist gratis. Ist open-source. Und kann eine Menge. Ich berichte hier im ersten Teil von meinen Gehversuchen mit dem Bildimport.

 

Es werden nach der Installation zwei Programme in einem Unterordner „Digikam“ des Programmordners installiert. „Showfoto“ – macht das, was der Name schon andeutet. Und noch viel mehr – denn es ist nicht nur einfacher Betrachter, sondern es gibt eine Vielzahl von Werkzeugen zur Bildbearbeitung, die aus Showfoto erreichbar sind.

Und „digikam“.

Damit muss man sich eine Weile auseinandersetzen, bis die Bedienung leicht fällt. Sie entspricht nicht den bisher am Mac gewöhnten Bedienoberflächenstandards. Der Hinweis „KDE Family Project“ lässt es schon ahnen.

Löschen eines Bildes geschieht nicht etwa – wie beim Mac zu erwarten – durch auswählen/cmd+Backspace. Da tut sich nichts. Auch ruft der Rechtsklick mit der Maus kein Kontextmenü auf. Löschen kann man durch Auswählen (auch mehrfach, das funktioniert durch Klick aufs Bild, bei gleichzeitig gehaltener cmd-Taste durch Klick auf ein oder mehrere weitere Bilder), Aufruf von „item“ und „move to trash“, rechts im Befehlsfenster erscheint der Hinweis, mit der „Entf“-Taste das Löschen anzustossen (ohne den Dialog aus der Menüleiste).

Es erscheint dann die Sicherheitsabfrage, ob man wirklich (1) ausgewähltes Item löschen möchte. Da kann man noch zurückrudern – nach dem Bestätigen erfolgt das Löschen. Und das endet nicht etwa im Mac-Papierkorb! Das Programm verwaltet einen eigenen Ordner „Trash“. Da drin sind die gelöschten Dateien – bis man /Trash besichtigt und endgültig entscheidet, alle oder einige Dateien zu löschen. Wieder eine Sicherheitsabfrage – aber dann sind sie endgültig weg.

 

 

Nach dem Öffnen von digikam erscheint dieses Fenster:

 

 

 

 

Wer das ausgewählte Bild etwas grösser haben möchte, wählt „Preview“.

 

 

 

 

Man kann die Einzelansicht des Bildes auch noch vergrössern. Ein Klick auf „Full-Screen“ führt dazu:

Und in der Vollbildschirmdarstellung ändert sich die Schaltfläche in „Exit Full-Screen“. Soweit, so gut.

 

 

 

 

Was mich jedoch sehr verblüfft hat, ist der Bildimport von verschiedenen Kameramodellen diverser Hersteller.

Woher weiss digikam, welche Kamera angeschlossen ist?

Nun, das muss man ihm schon sagen, indem man die richtige Kamera im Menü auswählt, sonst klappt’s nicht mit der Verbindung und dem Bildimport.

Kameras hinzufügen kann man über die Auswahl von „Add Cameras Manually“:

Ein Klick  auf „Auto-Detect“ verbindet die angeschlossene und eingeschaltete, bis dato noch unbekannte Kamera. Ob Fuji oder Nikon. Einfacher geht’s nicht. Und die erscheint dann im Auswahlmenü für die Quelle des Bildimports unter „Cameras“.

Und beim Bild-Import später kann man auswählen, ob man alle Bilder auf der Speicherkarte der Kamera oder nur die neuen importieren möchte. Oder unterschieden nach der Dateiart. Der Speicherort auf dem Rechner ist dann noch auszuwählen und los geht’s.

Sehr kommod und ohne die inzwischen bei meinen Nikons aufgetretenen Hänger und Abstürze bei „Digitale Bilder“ auf dem Mac.

Ein paar Gedanken zur „Coronakrise“

Also, der Sage nach ist eine Corona-Infektion nur für besondere Risikogruppen gefährlich. Alte, mit mehrfachen Vorerkrankungen geschlagene, haben häufig einen schweren Verlauf mit einer beidseitigen Lungenentzündung. Und wenn sie erst mal beatmungspflichtig werden, ist sehr häufig die Endrunde eingeläutet.

So etwas erleben wir aber jährlich im Rahmen der weltumspannenden Grippeepidemien. Und alle wirken dabei dann sehr unbeeindruckt.

Nicht so bei Corona.

Hier fahren wir sehenden Auges die komplette Wirtschaft im Rahmen eines allumfassenden Lockdown an die Wand.

Und ich habe mich gefragt, was wissen wir nicht, um das zu verstehen?

Nun, so langsam ruckeln sich die Mosaiksteine zurecht und es ergibt sich ein Bild.

Beginnen wir mal damit, zu überlegen, wie müsste eine ideale biologische Waffe konstruiert sein?

  1. müsste diese Waffe infektiös sein wie Windpocken.
  2. müsste sie, um sich weit zu verbreiten, eine lange Latenz zwischen Infektion und dem Auftreten von Symptomen haben, dabei aber den Träger in der symptomfreien Zeit zur Verbreitung benutzen. Der steckt andere an, ohne durch eigene Symptome alarmiert zu werden.
  3. müsste sie eine in hohem Mass tödliche Erkrankung auslösen.
  4. müsste sie, nachdem sie ihren Zweck erfüllt hat, wieder von selbst verschwinden oder unschädlich werden. Denn es wäre nicht von Vorteil, wenn das besiegte Territorium auf Jahre oder Jahrzehnte nur im Vollschutzanzug betreten werden könnte.

Das Corona-Virus erfüllt (gottseidank) diese Bedingungen nur teilweise. Hochinfektiös? Na, die vielgescholtene Heinsberg-Studie hat ans Licht gebracht, dass selbst wenn man mit einem Infizierten in häuslicher Gemeinschaft lebt, das Infektionsrisiko so immens hoch nicht ist. Obwohl andere sagen, es reiche, wenn man seinen Tischnachbarn um das Salz bitte und der höflich antwortet. Verlässliche Daten werden – völlig unverständlich – nicht erhoben. Man kann nicht die ganze Republik testen, schon klar. Aber wenn man Herrn Streeck nicht glauben und ihn kritisieren will, dann sollte man über eigene Untersuchungen an repräsentativen Stichproben verfügen. Oder zumindest jetzt mal damit anfangen, eigene Daten zu erheben!

Die lange Latenz bis zum Auftreten von Symptomen – check. Und tödlich? Ist die Infektion auch nicht, vorausgesetzt man gehört nicht zu den Risikogruppen oder wird immer wieder mit einer hohen Viruslast kontaminiert, wie beispielsweise die Mitarbeiter im Krankenhaus. Da sterben dann auch mal jüngere Semester unter Ärzten und Pflegepersonal. Mangels geeigneter Schutzausrüstung!

Also unterstellen wir den Chinesen erst mal nix Böses. Auch wenn das Narrativ vom Nassmarkt in Wuhan etwas zu schnell verbreitet wurde und zu gefällig daherkommt, um glaubhaft zu sein. Bei einer mit einer gewissen Latenz auftretenden Epidemie dann schnellstens den Ursprungsort ausmachen zu wollen, ist zumindest ambitioniert.

Die Hinweise auf ein Viruslabor in der Nähe der Stadt Wuhan kamen schon früh – und wurden heftigst dementiert. Inzwischen beklagen aber Fachleute den niedrigen Sicherheitsstandard im wohl doch dort existierenden Labor. Da tröstet noch so heftiges Dementi aus China erst mal gar nicht.

Nun ja. Als dann Wuhan komplett abgeriegelt wurde, kam schon ein wenig Angst auf. Was wussten die Chinesen, dass sie so brutal und konsequent reagierten? Dann machten Bilder von hundert kreiselnden Baggern die Runde, die ein Seuchenkrankenhaus in Wuhan errichten halfen. Auch nicht gerade beruhigend. Seuchenkrankenhaus? Was wissen die Chinesen, das sie uns nicht erzählen?

Was dabei leider erst später herauskam, war die Tatsache, dass ganz Wuhan abgeriegelt wurde – bis auf den Flughafen. Dort war business as usual angesagt. Das aber ist zumindet eine tödliche Dummheit, wenn man mal keine bösen Absichten unterstellen mag.

Dann begann das Virus, sich weltweit auszubreiten. Bestürzend, mit welcher Gelassenheit die WHO reagierte und abwiegelte. Unsere Politiker nicht minder. Inzwischen besteht der Verdacht, dass China die WHO belogen haben könnte.

Den weiteren Verlauf kennen wir ja – wobei mir noch nicht klar ist, wieso die Leute in den Südländern, vor allem Italien, dahinstarben wie die Fliegen. Genetische Unterschiede? Corona doch keine neue Grippe? Ein kaputtgespartes Gesundheitswesen? Falsche Therapie, gar ein falsches Beatmungsregime? Oder alles zusammen? Oder ist bei denen das Virus im Laufe der Zeit von einer aggressiven in eine harmlosere Variante mutiert, das heisst, wir haben hier nicht dasselbe Virus wie die Italiener? Dagegen spräche der Zeitverlauf der Infektionswelle in Europa.

Weiter ist mir nicht klar, ob „infiziert“ gleich „krank“ bedeutet. In den offiziellen Verlautbarungen wird da kein Unterschied gemacht. Und die „Heinsberg-Studie“ macht da schon Hoffnung, dass nicht jeder, der positiv getetstet wird, auch Symptome entwickelt. Wobei: getestet. Nicht ganz sauber kommuniziert wird der Unterschied zwischen den verschiedenen Tests. Wobei auch nicht klar wird, ob der Nasen-Rachen-Abstrich dann positiv auf Covid-2 ist oder ob er auf alle Corona-Viren positiv reagiert. Mangels geeigneten Zahlenmaterials wegen unterlassener Tests kann man getrost von einer hohen Dunkelziffer an Infizierten hierzulande ausgehen.

Inzwischen schauen alle in banger Erwartung auf Schweden. Dort hat man – eigentlich nichts gemacht. Ausser an die Vernunft der Bürger zu appellieren – eine für Deutschland völlig undenkbare Idee. Man weiss hier schliesslich, wie weit her es mit dem „mündigen Bürger“ ist.

Es ist aber in Schweden nicht zu der befürchteten Explosion von Erkrankungs- und Todeszahlen gekommen, obwohl wir insgeheim ja noch auf diesen Effekt warten. Jetzt äussert sich sogar die WHO lobend über das „schwedische Modell“. Irritierend. Haben wir etwa unsere Wirtschaft völlig umsonst vor die Wand gefahren? Zumindest kann man den Eindruck gewinnen, blickt man nach Schweden. Oder hört, die Infektionszahlen seien hierzulande schon vor dem Lockdown rückläufig gewesen.

In treu deutscher Tradition werden alle, die an den von den Landes- und der Bundesregierung ergriffenen Massnahmen etwas auszusetzen haben, mundtot gemacht, statt die sachliche Diskussion aufzunehmen. Egal, ob ein Herr Wodarg, Herr Streeck, völlig egal ob der gemeine Bürger Fragen hat – wer nicht mitschwimmt ist im nu in der rechten Ecke. Aber ganz rechts, dort, wo Aluhut und Verschwörungstheoretiker eine innige Verbindung eingehen. Schade.

Dabei darf man ruhig Zweifel haben, ob ein Infektionsschutzgesetz per Verwaltungsakt im Grundgesetz festgeschriebene Rechte der Menschen ausser Kraft setzen kann. Für beliebig lange Zeit. Und ohne jede Kontrolle durch das Parlament! Denn die Regierung stellt den „überregional bedeutsamen Epidemiefall“ fest – und erklärt ihn (hoffentlich) auch wieder höchstselbst für beendet.

Das gab es selbst bei der alten Weltmacht Rom nicht. Zwar konnte der Senat im Krisenfall mit dem berühmten „videant consules…“ den beiden Konsuln quasi diktatorische Macht übertragen. Aber aus gutem Grund nur beiden gemeinsam. Und der Senat beschloss auch, wann das Spiel zu enden hatte.

Ich kann mir durchaus Situationen vorstellen, wo eine Regierung blitzschnell sehr weitreichende Massnahmen in Kraft setzen muss, um ungeheuren Schaden vom Volk abzuwenden. Bon. Aber danach ist doch sicher Zeit, die getroffenen Blitzmassnahmen dem Parlament zu erläutern und sich von dort die Bestätigung der Rechtmässigkeit abzuholen? Warum nicht bei uns zulande?

Diese Frage bedarf dringend der Aufarbeitung.

Genauso wie ein nationaler Katastrophenplan. Da ist jahrzehntelang geschlampt worden und das rächt sich nun.

Inzwischen hoffen wir auf das Abklingen der Epidemie trotz vorsichtiger Lockerung der Verbote.

Und hoffen wir, dass internationale Konflikte nicht dadurch angefacht werden, dass Geheimdienst“informationen“ geleakt werden, die das Ganze als chinesischen Freilandversuch im Rahmen der Biowaffenentwicklung „aufklären“.

Erinnern wir uns lieber an den alten Spruch:

Nichts ist, wie es aussieht und nichts sieht aus, wie es ist.

Corona – das Fragezeichen droht zum Ausrufezeichen zu mutieren

Während Herrn Lindner auffällt, die Kanzlerin rede zu ihren Untertanen wie mit Kindern, legt Herr Steinmeier, der Bundespräsidentendarsteller mit salbungsvollen – aber nichtssagenden Worten – in seiner verfrühten Osteransprache nach. So viele Allgemeinplätze und Binsenweisheiten aus dem Mund unseres Staatsoberhauptes…

Unsere Kanzlerin gibt in einem Interview zum Besten, China und die USA könnten leider kein Beispiel für uns darstellen. Die einen hätten zu streng reagiert, und die anderen, geschart um ihren unsäglichen Führer Trump, zu verharmlosend und langsam.

Ja. Und das aus dem Munde einer Regierungschefin, die beides auf dem Kerbholz hat, nur in umgekehrter Reihenfolge…

Und was machen die Ärzte derweilen?

Was Ärzte immer tun. Sie streiten sich.

Da sind die Virologen. Einer, Professor Streeck, hat die Einwohner einer Gemeinde im Kreis Heinsberg komplett untersucht und zieht daraus seine Schlussfolgerungen. Alles halb so wild, könnte man stark vereinfachend als Fazit drunter schreiben.

Sofort regt sich heftiger Widerspruch von namhaften, aber bisher glücklosen Beratern unserer Regierung. Der, der erst das Tragen von Masken für sinnlos, dann nach einer Weile des Nachdenkens für doch nicht so sinnlos erklärt hat, widerspricht vehement den Schlussfolgerungen seines Kollegen.

Nun, genau so funktioniert Wissenschaft. Einer findet etwas heraus (oder glaubt etwas herausgefunden zu haben) und veröffentlicht die Studie, andere lesen sie und finden ein Haar in der Suppe und widersprechen. Am besten noch untermauern sie ihren Widerspruch mit eigenen Studienergebnissen. Das ist wissenschaftlicher Diskurs und nur so funktioniert das auch, allen „99%-der-Wissenschaftler-sind-sich-einig“-Vertretern der Klimadebatte zum Bedenken empfohlen.

Vielleicht hat Herr Streeck aber doch (ein wenig) recht?

Ein Hamburger Pathologe gibt zu bedenken, die von ihm obduzierten sogenannten „Corona-Toten“ seien sehr schwer und lebensbedrohlich vorerkrankt gewesen. Keiner sei von Corona aus der Blüte seines Lebens in gesundem Zustand getötet worden.

Derweilen streiten Intensivmediziner heftig. Einige Pneumologen erklären, dass Intubation und Beatmung bei dieser Form der Lungenentzündung nicht sinnvoll sei, im Gegenteil. Daraufhin nehmen die Anästhesisten und Internisten unter den Intensivmedizinern den „Fehdehandschuh“ auf. Heftiger Streit um die angemessene Behandlung. Obwohl ich ja von Hause aus Anästhesist war, möchte ich doch den Argumenten des Pneumologen folgen: wenn keine Ventilationsstörung vorliegt, ist Intubation und Beatmung nur von nachrangigem Wert, denn die vorliegende Perfusionsstörung kann man damit nicht heilen. Beatmung muss nicht immer gut sein, schliesslich spricht für die Pneumologen-Sicht, dass man COVID-Patienten alsbald in Bauchlage bringen muss, um eine angemessene Oxygenierung zu erreichen. Bauchlage beim Sedierten, Intubierten und Beatmeten ist sehr aufwändig und leider nicht ohne Risiko. Einig sind sich dann aber doch alle, dass diejenigen, die intubiert und beatmet werden müssen, das schlechteste Outcome haben…

Und derweil diskutiert man immer noch die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Der Träger schütze sich leider nicht selbst – dafür fehlt es an geeigneten Masken – aber doch die anderen. Nun, wenn ich wieder ungehindert in der Öffentlichkeit umherlaufen kann, die Geschäfte wieder öffnen dürfen und unsere darniederliegende Wirtschaft vorsichtig wieder auf Touren kommt – dafür würde ich auch Maske tragen. Aber leider fehlt es ja an geeigneten Masken. Von Schutzausrüstungen im Gesundheitswesen mal ganz zu schweigen. Dafür jede Menge Anleitungen, wie man ohne viel Kunstgriffe selbst aus alten T-Shirts Masken fertigen kann. Erinnert so ein bisschen an die Aktion, den Soldaten vor Moskau vom Volk eine Winterausrüstung improvisieren zu lassen. Rührend. Ich will jetzt nicht fragen, warum unser Ausseniminister mehrfach Tonnen von Schutzausrüstung ins Ausland verschenkt habe, wie erzählt wird. Nein, will ich nicht.

Auch die Frage bleibe offen, wieso in erster Instanz Herr Spahn unser Gesundheitswesen als gut ausgerüstet und vorbereitet dargestellt hat, um dann eine Woche später zu erzählen, das Gesundheitswesen nutze die Ruhe vor dem Sturm, um sich vorzubereiten.

Und sonst?

Im Land alles wie immer. Kaum eine der Massnahmen erscheint so richtig bis zu Ende gedacht. Beim Lidl dürfen nur eine bestimmte Anzahl von Leuten rein, wegen des Abstands, hört man. Dass die, die nicht rein dürfen draussen dicht gedrängt in der Schlange warten müssen… who cares. Ist ja draussen.

Meine bevorzugte Autowaschstrasse hat auch auf COVID mit strengen Regeln reagiert. Es gibt jetzt nur noch zwei Waschprogramme, barfuss oder Lackschuh. Und auf Kartenzahlung möge man jetzt verzichten. Genauso wie auf das Aussaugen des Fahrzeuges im Anschluss an die Wäsche. Aber Waschen geht noch…

Der Bäcker akzeptiert jetzt auch für 2 Brötchen klaglos die unbare Zahlweise. Sogar Apple-Pay geht. Komisch, vor ein paar Wochen noch wäre ich beim Versuch, meine 2 Teile mit der Karte zu zahlen, unter bösem Gemaule des Platzes verwiesen worden. Dabei war beim Bäcker schon immer Hygiene Trumpf: die Verkäuferin trug stets Plastikhandschuhe. Und fasste damit wahllos entweder die Ware, das Geld an oder sich selbst ins Gesicht oder die Haare. Auf meine Frage, was dann die Handschuhe zu bedeuten hätten, kam wie aus der Pistole geschossen die Antwort: das ist wegen die Hygiene (sic!).

Dass Fussballstadien geschlossen sind, alle Veranstaltungen mit massenhaft Publikum jetzt eben nicht stattfinden können – wer würde daran zweifeln, dass so etwas Sinn macht. Anders schaut’s auf Tennis- und Golfplätzen aus. Spieltechnisch bedingt wäre da schon ein gewisser Mindestabstand – aber dem gemeinen Volk traut man sicher nicht zu, zu differenzieren. Also wird erstmal wahl- und ausnahmslos alles dicht gemacht, wo mehr als zwei Menschen aufeinander treffen könnten.

Und wo bitte ist die Rechtsgrundlage, Besitzer von Zweitwohnsitzen aus diesem auszuweisen? Oder Reisende nach Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein grundsätzlich die Weiterfahrt zu verwehren, wenn sie nicht ausreichend den wichtigen Grund für ihre Fahrt über die Landesgrenze darlegen können?

In den vorsichtig aufkeimenden Optimismus, die strenge Isolation könnte alsbald ein wenig zurückgefahren werden, platzt Frau von der Leyen mit ihrer Mahnung, einen Sommerurlaub solle man derzeit lieber nicht buchen.