Welcher Tag ist heute?

So fragte heute früh eine Stimme aus dem Radio.

Genauer gesagt, das Morgenmagazin von WDR 2 lief.

Jetzt schreiben wir doch den 20. Juli. Und so erwartete ich natürlich einen Hinweis auf das Gedenken an das missglückte Attentat auf den „Führer“ Adolf Hitler am 20.7.1944 in der „Wolfsschanze“ bei Rastenburg in Ostpreussen.

Übrigens gibt es heute immer noch Führungen in den teilweise zerstörten Anlagen der Wolfsschanze.

Ich wartete auf einen „Zeitzeichen“-ähnlichen Textbeitrag, der die Bedeutung des Attentats und das Schicksal der beim später im Sande verlaufenen Putschversuch Beteiligten hinwies. Auf „Volksgerichtshof“, auf „Roland Freisler“, auf Namen und Schicksale der Attentäter….

Habe ich jetzt zuviel verlangt?

Das Morgenmagazin ist schon seit geraumer Zeit in ziemliche Albernheit abgesunken, wirklich wichtige Informationen bekommt man da nur selten. Im Gegensatz zu früher, als noch Carmen Thomas bohrende Fragen an Lokalpolitiker stellen konnte. Das war vor ihrer Begeisterung für das Trinken von Morgenurin…

Na, was glaubt ihr, was hatte das Morgenmagazin zu melden, welcher wichtige Tag war denn heute?

Ihr kommt nicht drauf!

Es ist heute, 20.7.2020, der „Tag des hässlichen Lastwagens„.

Wie sind wir nur bislang ohne diesen Feiertag ausgekommen? Wie lange gibt’s den denn schon? Und wir alle haben nichts davon gewusst.

WDR2 – Infos die ich brauche, Musik, die ich mag. So klingt der Slogan, den sie einem da immerfort um die Ohren hauen….

Corona – das Fragezeichen droht zum Ausrufezeichen zu mutieren

Während Herrn Lindner auffällt, die Kanzlerin rede zu ihren Untertanen wie mit Kindern, legt Herr Steinmeier, der Bundespräsidentendarsteller mit salbungsvollen – aber nichtssagenden Worten – in seiner verfrühten Osteransprache nach. So viele Allgemeinplätze und Binsenweisheiten aus dem Mund unseres Staatsoberhauptes…

Unsere Kanzlerin gibt in einem Interview zum Besten, China und die USA könnten leider kein Beispiel für uns darstellen. Die einen hätten zu streng reagiert, und die anderen, geschart um ihren unsäglichen Führer Trump, zu verharmlosend und langsam.

Ja. Und das aus dem Munde einer Regierungschefin, die beides auf dem Kerbholz hat, nur in umgekehrter Reihenfolge…

Und was machen die Ärzte derweilen?

Was Ärzte immer tun. Sie streiten sich.

Da sind die Virologen. Einer, Professor Streeck, hat die Einwohner einer Gemeinde im Kreis Heinsberg komplett untersucht und zieht daraus seine Schlussfolgerungen. Alles halb so wild, könnte man stark vereinfachend als Fazit drunter schreiben.

Sofort regt sich heftiger Widerspruch von namhaften, aber bisher glücklosen Beratern unserer Regierung. Der, der erst das Tragen von Masken für sinnlos, dann nach einer Weile des Nachdenkens für doch nicht so sinnlos erklärt hat, widerspricht vehement den Schlussfolgerungen seines Kollegen.

Nun, genau so funktioniert Wissenschaft. Einer findet etwas heraus (oder glaubt etwas herausgefunden zu haben) und veröffentlicht die Studie, andere lesen sie und finden ein Haar in der Suppe und widersprechen. Am besten noch untermauern sie ihren Widerspruch mit eigenen Studienergebnissen. Das ist wissenschaftlicher Diskurs und nur so funktioniert das auch, allen „99%-der-Wissenschaftler-sind-sich-einig“-Vertretern der Klimadebatte zum Bedenken empfohlen.

Vielleicht hat Herr Streeck aber doch (ein wenig) recht?

Ein Hamburger Pathologe gibt zu bedenken, die von ihm obduzierten sogenannten „Corona-Toten“ seien sehr schwer und lebensbedrohlich vorerkrankt gewesen. Keiner sei von Corona aus der Blüte seines Lebens in gesundem Zustand getötet worden.

Derweilen streiten Intensivmediziner heftig. Einige Pneumologen erklären, dass Intubation und Beatmung bei dieser Form der Lungenentzündung nicht sinnvoll sei, im Gegenteil. Daraufhin nehmen die Anästhesisten und Internisten unter den Intensivmedizinern den „Fehdehandschuh“ auf. Heftiger Streit um die angemessene Behandlung. Obwohl ich ja von Hause aus Anästhesist war, möchte ich doch den Argumenten des Pneumologen folgen: wenn keine Ventilationsstörung vorliegt, ist Intubation und Beatmung nur von nachrangigem Wert, denn die vorliegende Perfusionsstörung kann man damit nicht heilen. Beatmung muss nicht immer gut sein, schliesslich spricht für die Pneumologen-Sicht, dass man COVID-Patienten alsbald in Bauchlage bringen muss, um eine angemessene Oxygenierung zu erreichen. Bauchlage beim Sedierten, Intubierten und Beatmeten ist sehr aufwändig und leider nicht ohne Risiko. Einig sind sich dann aber doch alle, dass diejenigen, die intubiert und beatmet werden müssen, das schlechteste Outcome haben…

Und derweil diskutiert man immer noch die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Der Träger schütze sich leider nicht selbst – dafür fehlt es an geeigneten Masken – aber doch die anderen. Nun, wenn ich wieder ungehindert in der Öffentlichkeit umherlaufen kann, die Geschäfte wieder öffnen dürfen und unsere darniederliegende Wirtschaft vorsichtig wieder auf Touren kommt – dafür würde ich auch Maske tragen. Aber leider fehlt es ja an geeigneten Masken. Von Schutzausrüstungen im Gesundheitswesen mal ganz zu schweigen. Dafür jede Menge Anleitungen, wie man ohne viel Kunstgriffe selbst aus alten T-Shirts Masken fertigen kann. Erinnert so ein bisschen an die Aktion, den Soldaten vor Moskau vom Volk eine Winterausrüstung improvisieren zu lassen. Rührend. Ich will jetzt nicht fragen, warum unser Ausseniminister mehrfach Tonnen von Schutzausrüstung ins Ausland verschenkt habe, wie erzählt wird. Nein, will ich nicht.

Auch die Frage bleibe offen, wieso in erster Instanz Herr Spahn unser Gesundheitswesen als gut ausgerüstet und vorbereitet dargestellt hat, um dann eine Woche später zu erzählen, das Gesundheitswesen nutze die Ruhe vor dem Sturm, um sich vorzubereiten.

Und sonst?

Im Land alles wie immer. Kaum eine der Massnahmen erscheint so richtig bis zu Ende gedacht. Beim Lidl dürfen nur eine bestimmte Anzahl von Leuten rein, wegen des Abstands, hört man. Dass die, die nicht rein dürfen draussen dicht gedrängt in der Schlange warten müssen… who cares. Ist ja draussen.

Meine bevorzugte Autowaschstrasse hat auch auf COVID mit strengen Regeln reagiert. Es gibt jetzt nur noch zwei Waschprogramme, barfuss oder Lackschuh. Und auf Kartenzahlung möge man jetzt verzichten. Genauso wie auf das Aussaugen des Fahrzeuges im Anschluss an die Wäsche. Aber Waschen geht noch…

Der Bäcker akzeptiert jetzt auch für 2 Brötchen klaglos die unbare Zahlweise. Sogar Apple-Pay geht. Komisch, vor ein paar Wochen noch wäre ich beim Versuch, meine 2 Teile mit der Karte zu zahlen, unter bösem Gemaule des Platzes verwiesen worden. Dabei war beim Bäcker schon immer Hygiene Trumpf: die Verkäuferin trug stets Plastikhandschuhe. Und fasste damit wahllos entweder die Ware, das Geld an oder sich selbst ins Gesicht oder die Haare. Auf meine Frage, was dann die Handschuhe zu bedeuten hätten, kam wie aus der Pistole geschossen die Antwort: das ist wegen die Hygiene (sic!).

Dass Fussballstadien geschlossen sind, alle Veranstaltungen mit massenhaft Publikum jetzt eben nicht stattfinden können – wer würde daran zweifeln, dass so etwas Sinn macht. Anders schaut’s auf Tennis- und Golfplätzen aus. Spieltechnisch bedingt wäre da schon ein gewisser Mindestabstand – aber dem gemeinen Volk traut man sicher nicht zu, zu differenzieren. Also wird erstmal wahl- und ausnahmslos alles dicht gemacht, wo mehr als zwei Menschen aufeinander treffen könnten.

Und wo bitte ist die Rechtsgrundlage, Besitzer von Zweitwohnsitzen aus diesem auszuweisen? Oder Reisende nach Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein grundsätzlich die Weiterfahrt zu verwehren, wenn sie nicht ausreichend den wichtigen Grund für ihre Fahrt über die Landesgrenze darlegen können?

In den vorsichtig aufkeimenden Optimismus, die strenge Isolation könnte alsbald ein wenig zurückgefahren werden, platzt Frau von der Leyen mit ihrer Mahnung, einen Sommerurlaub solle man derzeit lieber nicht buchen.

 

Corona – ein riesiges Fragezeichen

Derzeit ja das zentrale Thema in allen Medien.

Wer bislang Corona für eine mexikanische Biermarke gehalten hat, kriegt jetzt auf allen Kanälen erst mal ordentlich Angst eingejagt.

Eine neue Pest, die neuen Pocken, eine Pandemie, die es rechtfertigt, unsere Wirtschaft vor die Wand zu fahren?

Also, den Widerspruch möchte ich bitte erklärt bekommen: jedes Jahr zieht die Influenza durch die Welt und tötet allein in unserem Land Alte, Kranke und Vorbelastete zu Tausenden. Ist das irgendeine Erwähnung in den Medien wert? Welche Massnahmen treffen wir, um dieser Erkrankung Einhalt zu gebieten?

Also, wo bitte ist der Unterschied zu Corona?

Und wieso drehen jetzt plötzlich alle am Rad?

Warum darf erst noch in Ruhe Karneval / Bierfest / Après-Ski gefeiert werden, bevor die Behörden dann – etwas zäh – in die Gänge kommen?

Die ganzen Berichte über „Corona-Parties“ zeigen doch nur eins: das Problem mit Corona hat so richtig niemand verstanden. Schulfrei – o.k., aber dann nix wie ab auf die Party.

Und dann immer wieder gebetsmühlenartig die vollmundigen Versprechungen, unser Gesundheitswesen sei gut aufgestellt. Mit einem Gesundheitswesen, dessen Infrastruktur infolge des DRG-basierten Finanzierungssystems der Krankenhäuser auf Kante genäht ist, das Reservekapazitäten abgebaut hat, in dem es nicht genügend Schutzausrüstungen gibt, nicht genug Teströhrchen, um sinnvollerweise alle zu testen und die Infizierten unter Quarantäne zu stellen, ist nicht gut Staat machen. Als Gesundheitsminister würde ich jetzt versuchen, klammheimlich unter dem Teppich zu entkommen und dann aus dem Exil meinen Rücktritt erklären.

In dieses Glaubensbekenntnis von „gut vorbereitet“ fällt jetzt die Meldung, man habe aufgrund mangelnder Testkapazitäten die Definition von Coronakranken geändert: nicht mehr die positiv getesteten werden gezählt, sondern auch diejenigen, die Symptome zeigen und Kontakt zu positiv Getesteten hatten, gelten plötzlich als Coronapatienten. Und das, wo die Symptome so unspezifisch sind. Da zählen wir jetzt also banale grippale Infekte mit? Die echten Infizierten sind wohl nicht genug, um damit die Panik aufrechtzuerhalten? Bislang haben wir mangels Tests eine hohe Dunkelziffer, jetzt übertreiben wir die Zahlen der Infektions-Verdächtigen masslos.

Warum erfährt man nicht, dass in Japan ein wirksames Virustatikum im Handel ist? Warum beschaffen wir das nicht im grossen Stil?

Das alles hinterlässt bei mir nur ein einziges riesiges Fragezeichen!

Ach so geht Demokratie

Ja, natürlich kann auch ich nicht widerstehen, meine Meinung zu dem „Ministerpräsidenten für einen Tag“ abzulassen.

Ist ja wirklich widerlich, was da abging.

Es hat doch tatsächlich ein Bürgerlicher gewagt, sich von den Stimmen einer Pariapartei ins Amt hieven zu lassen.

Da stand er dann als designierter Ministerpräsident – und musste erleben, wie das mit dem Demokratieverständnis der Linken so aussieht. Die Linken-Chefin kam angewackelt und hat ihm mit verächtlicher Miene den schon für Herrn Ramelow bereitgehaltenen Blumenstrauss vor die Füsse geworfen. Chapeau! Das nenne ich Haltung! Er verzog nämlich keine Miene und hat nicht mal gezuckt. Ja, das nenne ich souverän. Von ihr war es schlicht ungezogen und wenig durchdacht. Stil ist nicht das Ende des Besens!

Schon einen Tag später war’s vorbei.

Konnte man ja auch nicht anders erwarten. Selbst Mutti hat aus Südafrika geschimpft und verlangt, man möge dieses unmögliche Ergebnis eines demokratischen Wahlprozesses schleunigst zurücknehmen.

Damit hat auch sie deutlich gezeigt, wie es um ihr Demokratieverständnis steht. DDR 2.0!

Es wird also solange gewählt, bis es passt, das Ergebnis den Erwartungen entspricht, oder zumindest der „richtigen“ Haltung.

Und: das Geheule über die AfD wird immer schriller. Jetzt nennen sie nicht mehr einzelne Personen Faschisten, sondern – im Zusammenhang mit Thüringen – wird die Partei mit dem Holocaust und den Nazis in direkte Verbindung gebracht.

Nur noch eine Frage der Zeit, bis man auf AfD-Funktionäre schiessen darf.

Also: kommt mal runter, ihr lieben etablierten Parteifunktionäre!

Entweder, man ringt sich dazu durch, die ungeliebte Konkurrenz rechts zu verbieten, oder man behandelt sie wie das, was sie ist: eine legale Partei. Und tritt nicht zurück, wenn ruchbar wird, dass auch deren Stimmen die eigene Wahle befördert haben.

Denn damit gäbe man denen ein sehr scharfes Schwert in die Hand! Nach Belieben könnten sie durch ihre Stimmabgabe Kandidaten zwar zum Wahlsieg verhelfen, sie aber auch gleichzeitig unmöglich machen und aus dem neu erworbenen Amt kippen.

Damit wäre unsere Demokratie in deren Belieben gestellt – wollt ihr so etwas wirklich?

Konsequenterweise hat Herr Gauland den Seinen schon empfohlen, bei der korrigierenden und „korrekten“ Neuauflage der Ministerpräsidentenwahl, deren Ergebnis ja schon überparteilich vereinbart wurde, für Herrn Ramelow zu stimmen. Man darf gespannt sein, wie der dann reagiert!

Eine Gebrauchsanweisung für die „neu gedachte Demokratie“ findet sich hier.

Und: mal konsequent zu Ende gedacht: mir gefällt es nicht, dass gestern beim Spiel meiner Lieblingsmannschaft die Falschen gewonnen haben. Kann ich mal kurz die Kanzlerin sprechen? Vielleicht sagt sie ja dann auch wieder etwas, in dem das Wort „rückgängig“ auftaucht. Gut, ist jetzt vielleicht übertrieben, denn Fussball hat mit Demokratie nix zu tun. Aber die Unterschiede verwischen so langsam….

Was unterscheidet unseren Staat von einer Bananenrepublik? Korrekt. Die Bananen fehlen noch.

Schieflage

Unsere öffentlichen Medien machen momentan einen ziemlich seltsamen Eindruck.

Es scheint so, als ob ihr Weltbild ein wenig in Schieflage geraten sei.

Zwei Beispiele:

Zum einen habe ich vor Tagen einen Beitrag auf einem der „Kulturkanäle“ (also Phoenix, ZDFInfo oder so ähnlich) gesehen, der sich mit Piraterie im Allgemeinen in einer mehrteiligen Sendung befasste. Hier speziell ging es um die islamischen Piraten aus Nordafrika, die im Mittelmeer immer wieder christliche Kauffahrteischiffe überfielen, die Besatzung und Passagiere in die Sklaverei schickten, oder sie benutzten, um ein tüchtiges Lösegeld zu erpressen.

Der US-amerikanische Beitrag zur Beseitigung dieser gefährlichen Unsitte bestand dann in einem Kriegsschiff, das vor Tripolis auftauchte und nach einigen Salven aus den großkalibrigen Bordgeschützen seine Marineinfanterie in Kompaniestärke den Palast des Herrschers aufsuchen liess. Dort wurden kurzerhand alle Geiseln befreit und dem Herrscher ein Vertrag abgenötigt, in dem er sich bereit erklärte, künftig alle westlichen Kauffahrer als tabu zu betrachten.

Daher rührt die erste Zeile der Hymne der US-Marines:

From the Halls of Montezuma
To the Shores of Tripoli

Unser Kulturkanal triefte allerdings in der Zusammenfassung vor Trauer. Die armen, armen Menschen in Nordafrika! Hatten sie doch durch diesen US-imperialistischen Akt ihr einziges, bislang für einigermassen Wohlstand sorgendes Geschäftsmodell eingebüsst! Wehe! Was blieben ihnen denn jetzt noch für Aussichten auf ein einträgliches Erwerbseinkommen? Und die imperialistische, in Weltherrschaftsphantasien träumende US-Regierung fand damals den Anfang ihrer Rolle als „Weltpolizist“. Mit der Erfindung der fürderhin so genannten „Kanonenbootpolitik“.

Ich konnte es kaum fassen. Piraterie ist leider auch heute noch weltweit eine akute Bedrohung für die zivile Schifffahrt (jawohl, mit drei „f“). Und mein Bedauern für das Ende eines einträglichen Geschäftsmodells hält sich einstweilen sehr in Grenzen. Statt Gewalt, Mord und Totschlag, aktive Förderung des Sklavenhandels wurden die Nordafrikaner darauf verwiesen, Handel zu treiben wie andere oder notfalls auch mal vom Fisch- statt Menschenfang zu leben. Ich wette, die Erleichterung der befreiten Geiseln konnte man mit Händen greifen! Und niemand war künftig traurig, nicht mehr Bestandteil eines „Geschäftsmodells“ dieser Ausprägung werden zu müssen.

Man fragt sich schon, was der Redakteur dieser Sendung wohl geraucht haben mag….

 

Zum zweiten hat mich die Berichterstattung zum Tode des iranischen Generals Soleimani ein wenig an die Berichterstattung seinerzeit zum Tod des US Präsidenten Kennedy erinnert. Minutenlang zeigt unser Fernsehen auf allen öffentlich-rechtlichen Kanälen bewegende Szenen einer Massentrauer in Teheran, die Kommentatoren ergehen sich in Beschreibungen, aus denen die Sympathie zum Regime an allen Ecken und Enden hervorschaut. Ja, sogar die Witwe des Generals kann minutenlang in einer simultan übersetzten Ansprache den Amerikanern Rache schwören.

Oh weh! Dieser arme General, unverhofft durch eine US-amerikanische Drohne gemeuchelt. Allerdings vergleichen ihn Kenner der Materie mit Reinhard Heidrich und seiner Rolle beim Holocaust. Und nun? Die Welt wird sicher eine Reaktion des Iran erfahren. Hoffentlich bricht nicht jetzt das Chaos, die Apokalypse über uns herein! Was hat sich Trump dabei nur gedacht? Hat er überhaupt etwas gedacht? Die unsrigen sind sich ja sicher, dass er jetzt komplett durchgedreht ist. Der Wahnsinnige! Die Bundesregierung mahnt zur Besonnenheit. (Was sonst kann man auch mit einer einsatzunfähigen Bundeswehr als Geschäftsgrundlage machen?).

A propos „Besonnenheit“. Unsere Medien werden nicht müde, zu betonen, wie doch bisher die iranische Führung (sic!) durch besonnenes und ruhiges Agieren bekannt geworden sei. Das klingt doch ein bisschen wie Pfeifen im dunklen Keller. Wenn ich solche Lobhudeleien höre, schiesst mir durchs Hirn: „Sie dürfen die Braut jetzt küssen!“

Nun kann ich mich wahrlich nicht als Experten aufspielen. Aber soviel erkenne ich schon, dass man mit Trump eben rechnen muss. So wie mit Putin. Oder Boris Johnson. Twittern mag er ja, dass einem die Tränen kommen – aber sein Handeln ist bislang sehr planvoll gewesen. Die in unseren Medien so beliebte Darstellung als unberechenbarer Clown passt hinten und vorne nicht. Unberechenbar? Schon. Aber Clown? Bei genauerem Hinsehen erkennt man einen roten Faden. „America first“. Das war seine Ansage. Und da macht er halt Ernst.

Allen, die Angst vor einem Weltkrieg haben, entzündet am Pulverfass Iran, sagen Experten, dass der Iran dazu gar nicht mächtig genug sei. Iranisches Öl spiele infolge des Embargos schon lange keine Rolle auf dem Weltmarkt mehr. Und die militärischen Fähigkeiten seien nicht geeignet, einen offenen Krieg zu führen. Mag sein, aber mich beruhigt es nicht. Schlimm genug, wenn sie jetzt einen „asymmetrischen Krieg“ beginnen. Denn gegen Zivilisten gerichtete Anschläge sind schwerer zu verhindern, als eine konventionelle militärische Operation. Und treffen zuerst mal die Falschen. Und die Hemmungen sind klein, so zu verfahren. Man lese den Koran! Da gibt es keinen Unterschied zwischen Bewaffneten und Zivilisten. Ungläubige sind Ungläubige….

Klimawandel revisited

Allen Propheten des Untergangs durch menschengemachten Klimawandel sei an dieser Stelle mal zur Lektüre empfohlen:

http://real-planet.eu/atmoseff.htm

Da geht es um die physikalischen Grundlagen. Keine leichte Kost, aber könnte helfen, die These man müsse nur CO2-neutral werden, um den Klimawandel aufzuhalten, ein wenig zu erschüttern.

Wie gesagt, Klimawandel kann man feststellen, der ist nicht zu „leugnen“. Aber über die Ursachen sollte man mal in Ruhe nachdenken. Und die Möglichkeit, ihn zu beeinflussen, gehört meiner Meinung nach in die Rubrik: menschliche Hybris.

Viel sinnvoller als der soeben verkündete „Green Deal“ auf EU-Ebene wäre es, das dort verplante Geld für die Anpassung an das sich ändernde Klima zu verwenden.

Und – finalemente – noch zwei sehr lesenswerter Beiträgt: Aufsatz von Boris Kotchoubey und Hans Hofmann-Reinecke zu diesem Thema.

 

Wetter

Schon Tage vor der letzten Hamburg-Reise habe ich immer wieder die Wettervorhersage geprüft.

Wohlgemerkt: in drei verschiedenen Apps, deren Vorhersagen auf unterschiedlichen Modellen beruhen.

Zu Anfang waren sich alle einig: das Wetter zum Reisezeitpunkt wird unterirdisch. Mehrere Zentimeter Dauerregen über den ganzen Freitag, da kann man nicht mal den berühmten Hund vor die Tür jagen.

Je näher die Reise rückte, desto grösser die Versuchung, wegen des zu erwartenden miesen Wetters zu stornieren.

Aber auch die drei Apps waren sich inzwischen nicht mehr so einig. Es bestand – zumindest nach der einen App – die Chance auf nur wenige Stunden Regen am Freitag. Die anderen waren nicht so optimistisch. Bei immerhin 80-90% Vorhersagewahrscheinlichkeit.

Wir aber schon. Wir haben tapfer die Vorhersagen ignoriert und sind trotzdem gereist.

Und unsere Erfahrung trog nicht: an besagtem Freitag war nicht die Spur von Regen, nicht mal der angekündigte Schneefall in den frühen Morgenstunden trat ein.

Das bringt mich dazu, ein paar Gedanken zum „Klimagipfel“ und der allgemein herrschenden Hysterie zu äussern.

Wenn schon so etwas „Einfaches“ wie eine Wettervorhersage für die nächsten drei Tage völlig in den Eimer gehen kann, bei hohen Kosten und ausreichend Messwerten, mit denen die Modelle gefüttert werden, wie will man da anhand unvollkommener „Klimamodelle“ und unter Auslassen wichtiger Parameter das Klima für die nächsten Jahre / Jahrzehnte vorhersagen?

Klima ist ja nicht Wetter, höre ich immer, das sei also was völlig Anderes mit diesen Vorhersagen.

Moment. Klima bedeutet durchschnittliche Wetterdaten bezogen auf einen mehr oder weniger längeren Zeitraum. Und Punkte in der Vergangenheit mit Linien (oder Kurven) zu verbinden und einfach in die Zukunft hinein zu extrapolieren, ist keine valide Methode der Vorhersage. Dazu muss man Modelle verwenden.

Klimaforscher sind sich (zumindest intern) einig, dass ihre Modelle bestenfalls inakkurat, wenn nicht fehlerhaft sind. Und der mit ihrer Hilfe prognostizierte Temperaturanstieg erheblich übertrieben ausfalle. Aber uns allen gegenüber tut man so, als ob die Welt untergehen müsse, wenn nicht auf der Weltklimakonferenz herzhafte Massnahmen zum Gegensteuern ergriffen werden. Und tüchtig Geld verteilt wird.

Woher diese Kühnheit im Denken?

Prognosen sind nach einem alten Bonmot schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.

Gottseidank scheint es noch einige (wenige) Staatsvertreter zu geben, die bei der hirnlosen Hysterie nicht mitspielen wollen. Und jetzt dastehen, wie die Bösewichte.

Ich glaube, in wenigen Jahren werden wir denen auf Knien danken….

Einkaufen

beim lokalen Händler wird – schon aus Umweltschutzgründen – favorisiert.

Dem Online-Handel haftet der Geruch von unnötiger Ressourcenverschwendung an.

Gerade eben konnte ich wieder Teil der „buy local“-Bewegung werden.

An Konnis Auto erschien die Warnung „Schlüsselbatterie tauschen“ im Display. Im Gegensatz zu früheren Automodellen gibt es hier kein mechanisches Türschloss mehr. Batterie leer – Auto nicht zu benutzen. So sieht’s heute aus.

Also, wegen einer lumpigen CR 2025-Batterie muss man ja nicht A****n bemühen. Die kriege ich doch hier um die Ecke im Laden.

Gesagt, getan. Hätte ich geahnt, dass im Laden X das entsprechende Regal eine Lücke ausgerechnet bei CR 2025 aufwies, ich daraufhin noch zwei weitere Läden abklappern muss, mit ähnlichem Mißerfolg, dann endlich, im vierten Laden die gewünschte Batterie (letzte, danach auch hier Leere im Regal) erwerben kann, hätte ich meine Reise gar nicht angetreten.

Computer an, A****n aufgerufen, Batterie auswählen, schicken lassen. Kommt Morgen mit der Post, ohne dass ich einen Kilometer mit dem eigenen Auto fahren muss.

Aber dann wäre mir die Ermahnung der Kassiererin entgangen, Kartenzahlung erst ab 5,- €. Apple-Pay hat sie dann aber doch mit ordentlich Pomp und Hinweis auf „normalerweise“ (siehe oben) akzeptiert. Mich erfüllte ob der unerwartet erwiesenen Gnade ein ungeheures Gefühl der Dankbarkeit. Gut, diese emotionale Komponente bleibt denen vorbehalten, die sich persönlich in einen Laden bemühen, das kann man online nicht annähernd ersetzen.

Vermutlich verstehen wir das unter dem Begriff „Einkaufserlebnis“.

Unter’m Strich ist die Umweltbilanz verheerend. Ca. 27 gefahrene Kilometer für eine lumpige Batterie. Abgesehen von meinem Zeitaufwand. Da rechne mir mal jemand aus, dass der Online-Handel hier schlechter abschneidet.

Klimahysterie

Allerorten schallt es einem entgegen: „Klimawandel, Klimawandel, Klimawandel“. Und natürlich ist der Klimawandel schlecht.

Zumindest für das Klima.

Vor kurzem hat der WDR  noch die „Klimafamilie des Monats“ gesucht, die – sofern sie nur hysterisch genug „klimagerechte“ Lebensführung praktiziert – dann für einen Urlaub auf die Nordseeinsel Langeoog fahren darf.

Natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Schliesslich ist man ja konsequent.

Da darf man sich freuen, denn die Anreise allein ist schon ein Erlebnis, das einen ganzen Tag füllen wird. So oft umsteigen, glücklich über Anschlüsse, die funktionieren. Oder sich der Glückseligkeit der Entschleunigung hingeben, wenn sie nicht funktionieren.

Immerhin ist ja auch der Weg schon das Ziel. Oder so.

Vor Jahren schon hatte ich mal eine Verbindung aus dem Ruhrgebiet nach Langeoog herausgesucht und circa 6:30 Reisezeit ab Dortmund ermittelt… mit dreimal Umsteigen.

Und was machen Klimafamilien, wenn sie gewinnen wollen? Na klar, das Auto stehen lassen. Sowieso. Und lieber mit Öffis zum Aldi, die Einkäufe kann man ja auch auf mehrere Etappen verteilen.

Ach, ganz nahe an die Gewinnerzone kamen Leute aus Wuppertal, wo der Vater am Radio zum Besten gab, er dusche jetzt nur noch 45 Sekunden.

Warum das?

Naja, die Göttergattin dusche selbstverständlich noch immer warm, wenn die fertig sei, dusche er, aber wenn nach 45 Sekunden das warme Wasser aus den Leitungen ausbleibt, dann sei es genug geduscht.

So geht Klimaschutz, liebe Leute!

Man erkennt die Klimaschützer morgens im Bus am mehr oder weniger strengen Geruch….

Und heute nun der Gipfel der Idiotie.

Mittagsmagazin im WDR 2, die Moderatorin posaunt fröhlich im Anschluss an einen Beitrag, dass die Bananenrepublik mal wieder die selbst gesteckten Klimaziele nicht erreichen werde, hinaus: „Wie wäre es, die Spritpreise nicht nur mit einer CO-2-Abgabe zu belasten, sondern gleich zu verdoppeln? Das wäre mal ein Beitrag zum Klimaschutz!“

Ja klar, Liebelein. Das sagt jemand, der in der grossen Stadt Köln lebt und mit der Strapazenbahn zur Arbeit beim WDR kommen kann.

*/Ironie on/*

Ich persönlich finde es gut, denn dann sind die Autobahnen endlich leer. Für die, die immer noch genug Kohle haben, um den teuren Sprit zu kaufen. Da die Zahl solcher Vermögenden sehr begrenzt ist, haben die dann endlich freie Fahrt. Einmal im Jahr leiste auch ich mir so eine Tour zu Höchstgeschwindigkeit ins Ruhrgebiet und zurück.

Und da dann kaum Autos fahren, brauchen wir auch kein Tempolimit, auf allen Autobahnen ist endlich freie Fahrt für freie Bürger.

*/Ironie off/*

Und wir wissen auch, dass wir damit unser gewohntes Leben erneut über die Kante schubsen. Denn wer wird unseren Lebensmittelladen beliefern? Na klar, wie heute auch, die Lkws, die in langen Kolonnen die Autobahn (meist zweispurig) bevölkern. Nur, dass die verdoppelten Spritpreise dann auf die Endpreise im Laden durchschlagen.

Man könnte beinahe an eine Verschwörung zum Schaden aller Einwohner unseres „Landes, in dem man gut und gerne lebt“ glauben.

Energiewende – betreiben wir schon recht lange erfolglos; dann wenn’s bei uns knapp wird, kaufen wir halt Strom von den Nachbarn (zu dann überteuerten Preisen) hinzu. Wo bleiben wir aber, wenn die mal unserer Energiewende nacheifern und auch alle Atom- und Kohlekraftwerke abschalten? Bis dahin haben wir noch Strom, aber zu Preisen, die die Trittin’sche „Kugel Eis“ als Realsatire entlarvt.

Verkehrswende – weg vom Auto, hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln und zum Lastenfahrrad. Hat schon mal jemand die Menge an Lastenfahrrädern errechnet, die benötigt wird, um nur einen 40-tonner-Lkw zu ersetzen? Und wie weit schaffen wir damit die Waren? Weg vom Auto bedeutet auch, dass grosse Teile unseres Landes unbewohnbar werden, weil die Landbevölkerung zur Befriedigung ihrer täglichen Bedürfnisse auf das Auto angewiesen ist. Ach ja, die ziehen alle in die Stadt und wohnen in Plattenbausiedlungen, damit ist dem Verbrauch von Landschaft durch ausufernde Einfamilienhaus-Siedlungen endlich ein Ende gesetzt. Und das platte Land kann dem Wolf endlich wieder genügend Lebensraum bieten….

Die Öffis sind ja jetzt schon überlastet, unbequem und unzuverlässig genug. Stellen wir uns eine Verdoppelung des morgendlichen Andrangs vor, wissen wir, wohin die Reise geht. Man wohnt am besten am Arbeitsplatz.

Und die Pendlerpauschale kann endlich entfallen.

Liebe Leute, mir persönlich ist egal, wer in dem Wettstreit der Wissenschaftler, ob es einen durch menschliche Aktivitäten beeinflussbaren Klimawandel gibt, siegen wird.

Ich gehe mal einfach davon aus, dass das Klima sich ändert.

Was es schon seit Anfang der Erdgeschichte getan hat.

Und damit hört es sicher auch in Zukunft nicht auf.

Welche Arroganz, wenn wir glauben, mit ein paar einfachen Massnahmen der Erderwärmung Herr zu werden!

Aber wir können durchaus das machen, was schon seit Jahrhunderttausenden das Überleben der menschlichen Rasse gewährleistet hat.

Nämlich uns anpassen.

Persönlich sind mir Palmen am Steinhuder Meer lieber, als die ständigen Erziehungsversuche aller Medien, die ständigen Forderungen und Verbotsdrohungen der Grünen*Innen und der durchgehend konsequent betriebene Versuch, Deutschland zu deindustrialisieren.

Und für die übermütigen Moderatoren im WDR habe ich einen einfachen Wunsch: kommt mal ohne Zwangsgebühren aus. Weg mit der Rundfunkgebühr. Seht zu, wie ihr ans Geld anderer Leute kommt. Die Privaten machen es ja durchaus vor, dass es geht.

Denn von „Qualitätsmedien“, die es durch Gebühren zu finanzieren gilt, damit sie weiter nur der Sache verpflichtet sind und unbeeinflusst durch die jeweiligen Geldgeber Programm machen können, sind wir heute sehr weit entfernt!

Und zum Schluss nur noch eins: Egal, wie das mit dem KlimawandelKlimawandelKlimawandel weitergeht – ich habe begriffen, dass sofort alles gut wird, wenn ich nur genügend CO-2-Abgaben zahle.

Aber sofort!

 

 

 

Die trauen sich was…

… bei Apple. Jetzt funktioniert auf allen meinen Geräten die „Erinnerungen“-App nicht mehr richtig.

Apple selbst hat einen „Hilfe-Artikel“ dazu veröffentlicht, dessen Diktion sehr an Microsoft zu seinen unseligsten Zeiten erinnert.

Das ist ja wohl eine ziemliche Frechheit, dass meine „Erinnerungen“ nur noch funktionieren, wenn ich auf die aktuellste Betriebssystem-Version für Macs und iOS-Geräte aktualisiere.

Der Hinweis, in der iCloud seien die Erinnerungen ja einseh- und verwaltbar, kann mich nicht trösten, denn: dort sehe ich zwar die Erinnerungen – aber ohne jedwede Daten dazu. Wann hat Kollege XY nochmal Geburtstag? Nix zu sehen oder erkennen!

Und das Elend kam ohne grosse Ankündigung oder Warnung, denn bevor ich mein iPhone auf die neueste Betriebssystemvariante aktualisiert hatte, war ich neugierig und habe alle Hinweise und Ankündigungen brav gelesen.

Ein kleiner Trost: die Erinnerungen-App tut’s noch mit meiner Nextcloud-Installation. Hier funktioniert der Abgleich und auch die Daten sind einsehbar. Nur schade, wenn man sich auf Apples Cloud allein verlassen hat. War ja auch so bequem – das rächt sich jetzt. Bislang war nicht zu erkennen, warum ich alles doppelt speichern sollte.

Aber nun wird klar, dass der alte Spruch „Doppelt hält besser“ seine Berechtigung hat.

Danke, Apple, für die Nachhilfe!