Pedelec die zwote

Endlich!

Seit Freitag ist es da, das neue Pedelec.

Nach langem Überlegen und Herumsuchen hatte ich doch bei HNF Heisenberg bestellt.

Das technische Konzept und die Ausstattung geben den Ausschlag.

Gates-Riemen, Nuvinci-Schaltung (stufenlos), Scheibenbremsen von Magura und der grössere Bosch-Akku sind serienmässig. Ohne Aufpreis.

Und hier ist es:

 

Ein Tiefeinsteiger, man wird schliesslich nicht jünger….

Die Packtaschen und der Rückspiegel stammen noch aus Altbeständen. Taschen hätte man bei Heisenberg bestellen können – aber Rückspiegel?

Das ist der einzige Schwachpunkt, den ich bislang entdecken konnte.

Ich habe das Bike beim Bestellprozess ein wenig aufgepeppt. Statt Bosch-Steuergerät „Intuvia“ gab’s das „Nyon“ – kann auch als Navi fungieren und bietet mehr Möglichkeiten, z.B. eine topographische Reichweitenberechnung (muss für 5,94 € im Google-Play-Store extra gekauft werden), ist aber sehr kommod. Und damit berechnet das Steuergerät die Reichweite realistisch. Startete man früher bei vollem Akku mit der optimistischen Angabe „60 km“, die dann rasch heruntergezählt wurde, so „weiss“ das Nyon heute schon, wo im Bergland man sich befindet und gibt nur noch realistische „40 km“ als Reichweite bei mittlerer Unterstützungsstufe bekannt.

Eine (sehr gute) Federsattelstütze „Thudbuster“ musste sein – sonst hätte die Federgabel vorn nicht so richtig viel Sinn gemacht.

Und einen verstellbaren Lenkervorbau habe ich hinzugekauft, was insgesamt den Preis auf über 4000,- € gewuppt hat.

Bei schönem Wetter gleich mal getestet, ob man denn mit diesem Bike tatsächlich bis Minden und zurück kommen kann.

Am Ende der Fahrt erfreut festgestellt: ja, man kann. Auch bei durchgehend 100% (Tour-Einstellung) Motorunterstützung reicht’s, um den Rückweg bei Gegenwind und bergauf mit genügend Reserve bis zum Ende durchzuhalten. Dass die Lichtanlage jetzt aus dem Akku gespeist wird ist nicht weiter schlimm, die verbraucht dank LED-Technik so gut wie nichts. Man muss sich nur an das manuelle Ein- und Ausschalten gewöhnen, wo bislang Sensortechnik für eine Vollautomatik sorgte.

Und die Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,6 km/h kann sich auch sehen lassen.

Insgesamt eine sehr angenehme Fahrt; die Nuvinci-Schaltung funktioniert unaufgeregt und stufenlos, lässt sich auch während Last anliegt klaglos regeln und lässt doch Spitzengeschwindigkeiten von 38 km/h zu (wobei die Motorunterstützung sanft ab 25 km/h abgeregelt, aber noch bis 27 km/h spürbar ist).

Und besonders erfreulich werkelt der Gates-Riemenantrieb. Man spürt ihn nicht, er macht keine Geräusche. Nur bei anliegender Spitzenlast ist ein leichtes Vibrieren in den Pedalen zu spüren.

Soll der Sage nach die Kraft des Mittelmotors anstandslos bis zum Ende seiner Laufzeit aushalten.

Ich werde berichten.