Bildverwaltung Teil 1 – einmal einfach

Auf der Suche nach einer verlässlichen (und bezahlbaren) Fotoverwaltung bin ich kürzlich über etwas Erstaunliches gestolpert: Digikam.

Ist gratis. Ist open-source. Und kann eine Menge. Ich berichte hier im ersten Teil von meinen Gehversuchen mit dem Bildimport.

 

Es werden nach der Installation zwei Programme in einem Unterordner „Digikam“ des Programmordners installiert. „Showfoto“ – macht das, was der Name schon andeutet. Und noch viel mehr – denn es ist nicht nur einfacher Betrachter, sondern es gibt eine Vielzahl von Werkzeugen zur Bildbearbeitung, die aus Showfoto erreichbar sind.

Und „digikam“.

Damit muss man sich eine Weile auseinandersetzen, bis die Bedienung leicht fällt. Sie entspricht nicht den bisher am Mac gewöhnten Bedienoberflächenstandards. Der Hinweis „KDE Family Project“ lässt es schon ahnen.

Löschen eines Bildes geschieht nicht etwa – wie beim Mac zu erwarten – durch auswählen/cmd+Backspace. Da tut sich nichts. Auch ruft der Rechtsklick mit der Maus kein Kontextmenü auf. Löschen kann man durch Auswählen (auch mehrfach, das funktioniert durch Klick aufs Bild, bei gleichzeitig gehaltener cmd-Taste durch Klick auf ein oder mehrere weitere Bilder), Aufruf von „item“ und „move to trash“, rechts im Befehlsfenster erscheint der Hinweis, mit der „Entf“-Taste das Löschen anzustossen (ohne den Dialog aus der Menüleiste).

Es erscheint dann die Sicherheitsabfrage, ob man wirklich (1) ausgewähltes Item löschen möchte. Da kann man noch zurückrudern – nach dem Bestätigen erfolgt das Löschen. Und das endet nicht etwa im Mac-Papierkorb! Das Programm verwaltet einen eigenen Ordner „Trash“. Da drin sind die gelöschten Dateien – bis man /Trash besichtigt und endgültig entscheidet, alle oder einige Dateien zu löschen. Wieder eine Sicherheitsabfrage – aber dann sind sie endgültig weg.

 

 

Nach dem Öffnen von digikam erscheint dieses Fenster:

 

 

 

 

Wer das ausgewählte Bild etwas grösser haben möchte, wählt „Preview“.

 

 

 

 

Man kann die Einzelansicht des Bildes auch noch vergrössern. Ein Klick auf „Full-Screen“ führt dazu:

Und in der Vollbildschirmdarstellung ändert sich die Schaltfläche in „Exit Full-Screen“. Soweit, so gut.

 

 

 

 

Was mich jedoch sehr verblüfft hat, ist der Bildimport von verschiedenen Kameramodellen diverser Hersteller.

Woher weiss digikam, welche Kamera angeschlossen ist?

Nun, das muss man ihm schon sagen, indem man die richtige Kamera im Menü auswählt, sonst klappt’s nicht mit der Verbindung und dem Bildimport.

Kameras hinzufügen kann man über die Auswahl von „Add Cameras Manually“:

Ein Klick  auf „Auto-Detect“ verbindet die angeschlossene und eingeschaltete, bis dato noch unbekannte Kamera. Ob Fuji oder Nikon. Einfacher geht’s nicht. Und die erscheint dann im Auswahlmenü für die Quelle des Bildimports unter „Cameras“.

Und beim Bild-Import später kann man auswählen, ob man alle Bilder auf der Speicherkarte der Kamera oder nur die neuen importieren möchte. Oder unterschieden nach der Dateiart. Der Speicherort auf dem Rechner ist dann noch auszuwählen und los geht’s.

Sehr kommod und ohne die inzwischen bei meinen Nikons aufgetretenen Hänger und Abstürze bei „Digitale Bilder“ auf dem Mac.