Externer Festplatten-Blues

Nachdem jetzt meine externe 1-TB-Festplatte von Samsung in einem Freecom-Gehäuse zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen „defekt“ war (nicht auf dem Desktop erscheinend, das Festplattendienstprogramm gab einen Reparaturversuch auf mit der Bemerkung, die Platte werde am besten neu formatiert), habe ich DiskWarrior darauf losgelassen. Nun, natürlich schlug DW mir ein neues Directory vor, ein optimiertes….

Das hilft aber nur vorübergehend. Irgendwann nach kürzerer oder längerer Zeit ist es dann wieder soweit: ein repariertes Directory wird von DiskWarrior vorgeschlagen – und man tut gut daran, nicht lange zu überlegen….
Wenn man der lieben Tante Apple auf den Leib rückt – sprich, die Support-Foren durchwühlt, findet man Berichte über „mein TimeMachine-Laufwerk erscheint nicht mehr auf dem Desktop“ zuhauf. Eine verlässliche Lösung habe ich dort noch nicht gefunden, teilweise wird die Hardware angeschuldigt und ein „get actual firmware“ ausgesprochen…
Na, inzwischen ist der status quo eingestellt: ab und zu mal DiskWarrior drübergucken lassen und hin und wieder mal ein neues „optimiertes“ directory schreiben lassen, dann klappt‘s auch mit dem Nachbarn – äh der USB-Festplatte und TimeMachine….

Habe dann mal über Ersatz der fehleranfälligen Festplatte nachgedacht.

Der kam in Gestalt einer

    Western Digital 2-TB Platte

(die als Gewinn einer Leserumfrage von MacUP!) hier eingetrudelt ist. Wird mittels Icy-Box IB 110 über den USB-2.0-Anschluß betrieben.

Allerdings war die anfängliche Freude über die sehr leise und fehlerfrei laufende Festplatte nur von kurzer Dauer.

Inzwischen mault DiskWarrior auch bei dieser Platte herum. Das Directory habe ich inzwischen nahezu wöchentlich erneuern müssen. Ständig wird bemängelt, die „CustomIconFlags“ seien nicht korrekt, dazu gibt es Dateien, die 0 Bytes groß sind (obwohl das Original durchaus Inhalt hat). Das betrifft aber nur die Platte, die ständig mit dem iMAC über USB 2.0 verbunden ist und auf die TimeMachine sporadisch zugreift. Platten, die hin und wieder angeschlossen und ansonsten in Ruhe gelassen werden (ausgeworfen und abgeschaltet), sind nicht betroffen. Was ist da nur los?

Hier mal eine Log-Datei nach DiskWarrior-Anwendung:


DiskWarrior has successfully built a new optimized directory for the disk named „Western Digital Green.“ The new directory is ready to replace the original directory.! ! All file and folder data was easily located.!
!
Comparison of the original and replacement directories indicates that there will be changes to the number, the contents and/or the attributes of the files and folders. It is recommended that you preview the replacement directory and examine the items listed below. All files and folders were compared and a total of 69.216.576 comparison tests were performed.!
!
• Errors, if any, in the directory structure such as tree depth, header node, map nodes, node size, node counts, node links, indexes and more have been repaired.! ! • 4.760 link files had a creation date that was repaired.!
! • 13 files had a directory entry with an incorrect text encoding value that was repaired.! ! • 7 folders had a directory entry with an incorrect custom icon flag that was repaired.! ! • The Root creation date was repaired.! ! • Critical values in the Volume Information were incorrect and were repaired.! ! Disk Information:! ! Files: 2.675.568! Folders: 570.386! Free Space: 457.85 GB! Format: Mac OS Extended (Journaled)! Block Size: 4.096! Disk Sectors: 3.906.357.344! Media: Generic External! ! Time: 22.06.2010 14:44:13 Uhr! DiskWarrior Version: 4.2 – RD480717

Wenn irgendjemand irgendeinen Tip hat…. bitte melden!

8.9.10
Habe inzwischen weiter experimentiert: TimeMachine abgeschaltet, directory von Diskwarrior reparieren lassen und abgewartet, wie lange der Frieden hält.

Zwei Tage. Dann ist wieder alles wie gehabt.

Fazit: die Hardware ist es nicht. Auch die Software nicht, die die Platte nutzt. Bleibt nur der USB-Contoller im iMac!?

Das wird ja spannend…

Inzwischen (8.11.10) mehren sich die Hinweise auf einen Bug des Betriebssystems selbst.
Tinkertool System 2 kann einen Kopiervorgang simulieren und warnt vor möglichem Datenverlust (Dateiattribute würden nicht korrekt behandelt). In der Erklärung dazu heißt es lapidar: „Einige Versionen von Mac OS X sind bekannt dafür, nicht wie erwartet zu arbeiten, wenn Sie den Finder verwenden, um Dateien von einem Datenträger auf einen anderen zu kopieren. Die Tests prüfen, ob Sie möglicherweise Verlust oder Beschädigung von Daten zu erwarten haben — insbesondere bei der Behandlung von Dateiattributen — wenn Objekte zwischen zwei ausgewählten Volumes kopiert werden.“

Na toll. Ach wie schick! Wann gibt’s den Fix dazu?