Month 13 is out of bounds

So wird mein console-log im Sekundentakt regelrecht zugemüllt. Alle möglichen Apps bemerken, dass das Jahr mit dem 12. Monat endet – und der 13te wohl jenseits von Gut und Böse sei. Und protestierend schreiben sie diese Erkenntnis unermüdlich immer wieder ins console-log, das dadurch wächst und wächst…..

Da darf man sich schon mal fragen, was Apple eigentlich so treibt?

Schier im Wochentakt kommen für iOS und MacOS neue Bugfixes und Sicherheitsupdates heraus, nach deren Installation man dann verwundert feststellt, dass in Cupertino offenbar das Jahr nun 13 Monate hat. Oder von denen schon nach kurzer Zeit bekannt wird, dass sie zwar ein relevantes Sicherheitsproblem gelöst, aber gleichzeitig zwei neue Lücken aufgerissen haben. Ich kann die Bemerkung im Begleittext „dieses Update behebt Probleme mit dem iPhone X“ nicht mehr ohne Brechreiz lesen.

Und dazu noch jede Menge seltsame Ungereimtheiten. War früher der Klick auf „W-LAN aus“ ausreichend, um das W-LAN-Modul auszuschalten, bewirkt jetzt der gleiche Klick was? Eine Trennung der aktuellen Verbindung. Das stromfressende W-LAN-Modul bleibt nämlich jetzt sicherheitshalber mal an. Damit man sich morgens eines leergelutschten Akkus erfreuen kann.

Darüberhinaus muss ich feststellen, dass ein Update des Betriebssystems seit einiger Zeit Probleme mit zum Teil teuer bezahlter Software hervorruft. Da läuft dann mein geliebtes Photoshop CS3 (zugegeben alt, aber bislang ohne Probleme zu benutzen) beispielsweise nicht mehr.

Ist auch nicht wieder in Gang zu bringen.

Also weg damit.

Dann gab’s kürzlich ein neues Filesystem. Das alte war wohl nicht mehr zeitgemäss. Bevor ich aber so ein neues Filesystem installiere, wäre es schicklich, ein wenig Erfahrungen damit im Echtzeitbetrieb zu sammeln. Leider gibt’s keine Wahl: hat man ein MacBook mit Solid State Drive – schwupps ist das dortige HPFS nach der Betriebssystemaktualisierung auf das neue APFS umgestellt. Nun ja. Bei meinem iMac tat sich nichts, das ist leider noch nicht möglich, eine aktive Partition umzustricken. Ach wat. Neugierig war ich aber schon – darum habe ich mal eine meiner externen Festplatten umgestellt. Schien auch soweit alles o.k. – bis auf die Tatsache, dass ich jetzt jedesmal nach dem Hochfahren des Rechners die Meldung präsentiert kriege, dass ich ein Passwort eingeben möge, um diese besagte Platte nutzen zu können. Gebe ich ein. Und klicke auf „weiter“, kommt sofort die Meldung, die Platte sei bereits aktiviert, ich möge das Festplattendienstprogramm starten. Äh ja. Und dann?

Ist wohl auch normal, dass ich in den Rechten der Platte als Besitzer mit Schreib- und Lesezugriff eingetragen bin, aber jedesmal, wenn ich mit einer Datei darauf was anstellen will, werde ich aufgefordert, mich zu authentifizieren. Hey, ich bin der Besitzer dieser Datei! Klicke ich auf „authentifizieren“ – geht’s kommentarlos weiter, als wäre nie etwas passiert.

Also, vertrauenerweckend geht anders.

Hardwareseitig sieht’s auch nicht besser aus. Das ehemals als Ersatz für ein nicht mehr unterstütztes Wacom-Tablet angeschaffte Bamboo macht schon lange keine Freude mehr, zu rudimentär sind die Funktionen geworden, derer man sich noch mit den mühsam angepassten, schon wieder veralteten und nicht mehr erneuerten Treibern, bedienen kann. Abstürze inbegriffen.

Das alles erinnert mich sehr an Windows in seinen Glanztagen.

Mangelnde Abwärtskompatibilität, mangelhafte Sicherheit, dazu hektische Updateritis – deswegen habe ich seinerzeit den Sprung weg vom Mainstream-Windows auf den Mac gewagt.

Sollte Apple jetzt endlich gleichgezogen sein?

Dazu die Tatsache, dass die ohnehin nicht preiswerte Hardware aus Cupertino inzwischen wahre Mondpreise erreicht hat. Erinnert ein wenig an die Zeiten vor den diversen Währungsreformen. Wer – ausser strenggläubigen Appelianern – kauft sowas noch?

Dazu wird abgespeckt, wo’s nur geht: Früher kamen iMacs mit der Möglichkeit, selbst neue Speicherriegel einzubauen, wenn denn ein Upgrade des Arbeitsspeichers nötig wurde. Wo ist das dafür vorgesehene Kläppchen nur geblieben? Weg. Speicher jetzt fest verlötet. Upgrade nur noch durch Neukauf. Des ganzen Rechners, versteht sich.

MacBooks nahezu ohne Schnittstellen. Ein DVD-Brenner wurde schon zu früheren Zeiten ersatzlos gestrichen. Jetzt die Schnittstellen. Aber man kann schon für relativ kleines Geld Docking-Stationen kaufen. Nein, nicht kann, muss. Wenn man nämlich die altgewohnten externen DVD-Brenner und Festplatten weiter nutzen möchte.

Seid Ihr noch zu retten, möchte man etwa fragen, wenn für ein anerkannt zerbrechliches Brikett mit dem Namen iPhone X dann 1300,- € aufgerufen werden. So viel Geld! Für zwei durch einen Metallrahmen fixierte Glasscheiben, deren ach so schön stylish anzusehende Gläser bei einem Sturz aus weniger als einem Meter Höhe geschrottet werden. Immerhin, lange haben wir drauf warten müssen, „spritzwasser- und staubgeschützt“.

Vor dem Sturz.

Mann! Für diese Summe hätten wir früher einen Gebrauchtwagen gekauft und wären damit noch zwei – drei Jahre vergnügt herumgefahren.

Verlängert man diesen Trend mal in die Zukunft, dann ist auch der exorbitante Preis für eine Apple-Aktie durch nichts zu rechtfertigen.

iTunes 12.3 – der Pausenclown

Es könnte so einfach sein.

Man brennt ein gekauftes Album auf CD, indem man davon eine Wiedergabeliste erstellt und diese dann brennen lässt.

Aber halt.

So einfach ist es dann doch nicht.

iTunes gibt sich alle Mühe, die Sache kompliziert zu machen.

Die Wiedergabeliste enthält alle Titel des Albums.

Soweit, so gut.

Aber leider nicht in der auf dem Album vorgegebenen Reihenfolge, sondern strikt nach Alphabet sortiert. Und das, egal, was man in der Listenansicht so eingestellt hat.

Das ist mehr als ärgerlich.

Nirgendwo lässt sich dieser Unsinn abstellen!

Man muss tatsächlich von Hand (!!) alle Titel der Wiedergabeliste in die richtige Reihenfolge bringen.

Brennt man diese dann – o weh! Alles wieder alphabetisch, als wenn man nicht mühsam von Hand…

Bullshit!

Der Trick, der weiterhilft: man wähle vor dem Brennen die richtig sortierten Titel der Wiedergabeliste noch mal komplett aus, wie macfan1 in einem Beitrag im maclife-Forum schon 2012 angemerkt hat.

Also: in die Wiedergabeliste klicken und dann: cmd-A. Dann: „Auf Medium brennen“ auswählen.

Nun kann iTunes plötzlich doch die Wiedergabeliste in der richtig sortierten Reihenfolge brennen.

Da muss man erst mal drauf kommen!

Ja, liebe Leute von Apple, da habt Ihr Euch ja so richtig was ausgedacht!! Alles so schön einfach und selbsterklärend hier… komme mir beinahe vor, wie damals, bei Windoze 2000.

Ach ja, die Nostalgie!