MacOS und der Papierkorb – Objekte „klemmen“ im Papierkorb

Nach einer Renovierung einiger Einstellungsdateien, die nötig war, um Apple-Mail das Starten mit sekundenlangem Beachballing abzugewöhnen, wollten sich einige der gelöschten Dateien nicht aus dem Papierkorb verabschieden.
Apple selbst hat zu diesem Problem eine relativ akkurate Anleitung veröffentlicht.

Die aber in meinem Fall das Problem überhaupt nicht lösen wollte.

Also musste ich – mal wieder – tief im Maschinenraum verschwinden und sehr händisch die Lösung erzwingen. Einfach das Terminal bemühen und dort Dateien löschen, funktioniert nicht: hartnäckig erscheint beim Versuch die Meldung: „operation not permitted“ – da sind wir konsequent…

Also anders:

  1. Man starte den Rechner von der Wiederherstellungspartition (beim Hochfahren CMD-R halten, bis das Apple-Logo erscheint).
  2. Das Festplattendienstprogramm aufrufen und die Partition „MacOS-HD-Daten“ aktivieren.
  3. Das Festplattendienstprogramm kann nun beendet werden.
  4. Aus dem Reiter „Dienstprogramme“ kann jetzt das Terminal gestartet werden.
  5. Man navigiere dorthin, wo der klemmende Ordner „.Trash“ residiert, also „Volumes/Users/<Benutzer>/.Trash“
  6. Dort mit ls -a auflisten lassen, was so alles im verunglückten Papierkorb liegt.
  7. Jetzt diese Objekte löschen, wobei Verzeichnissen mit rmdir und Dateien mit rm Beine gemacht wird – und Verzeichnisse kann man nur löschen, wenn sie leer sind, daher ist etwas Geduld und Beinarbeit erforderlich.
  8. Erst wenn der Papierkorb komplett leergeräumt wurde, kann man wieder das normale System starten und sich freuen, dass dieser wieder seine normalen Dienste anbietet.

Wohl dem, der sich mit dem Terminal auskennt!

Interessanterweise startet das Terminal in der Wiederherstellungskonsole mit der Bourne-again-Shell (BASH), also nicht wundern, wenn das Ganze anders aussieht, als man im normalen Betrieb gewöhnt ist, denn dort ist neuerdings die Z-Shell (ZSH) voreingestellt.