… und raus bist Du!

Das hat ja fein funktioniert.

Die bisherigen Atomkraftwerksbetreiber haben sich für die vergleichsweise überschaubare Summe von mehreren Milliarden Euro freikaufen können. Dafür übernimmt jetzt der Staat – also wir alle – das Restrisiko mit der Endlagerung.

Von der noch niemand so richtig weiss wo.

Und wie.

Und wie teuer!

Und vor allem: wie lange….

Dafür bleiben sie aber in der Verantwortung für den Abriss der alten Atomkraftwerke. So.

Und somit kann sich die Politik mal wieder feiern lassen.

Ja, geht’s noch?

Diese Art von Ablasshandel ist ja wohl kaum noch zu toppen.

Man kauft sich frei, was die Endlagerung angeht.

Und muss künftig keine Brennstoffsteuer mehr zahlen (was ja wohl auch sinnlos sein dürfte, da man ja nicht damit produzieren darf – ich wette, der nächste Prozess diesetwegen ist schon in Vorbereitung).

Und kann sich freuen auf künftige Entschädigungszahlungen (da ja zwar der abrupte Atomausstieg für rechtmässig erklärt wurde, aber eine Entschädigungspflicht deutlich bejaht wurde) freuen.

Und  dieses ganze Desaster wird uns aus Berlin noch als grosser Sieg verkauft, da die Gesellschaften ja jetzt nicht mehr durch Ausgründungen ihre Verantwortung auf Tochterunternehmen verlagern könnten.

Müssen sie auch nicht. Unsere Regierung erweist sich mal wieder als Lakai der Industrie.

Keine Sorge, wir schaffen das!

Ihre Rechte verlesen

Ich bin ja nicht unbedingt ein Freund der Alternative für Deutschland. Sieht man mal vom Euro-kritischen Kurs ab, ist da nicht viel, womit ich mich anfreunden könnte.

Die Hatz auf AfD-Politiker nimmt aber langsam skurrile Züge an.

Jetzt erfahre ich aus den Nachrichten, Herr Gauland habe Jérôme Boateng beleidigt.

Ach watt. Wie denn das?

Er habe gesagt (sinngemäss): „Auf dem Spielfeld mögen ihn alle, aber als Nachbar will ihn keiner haben“.

Und damit beleidigt man jetzt wen? Herrn Boateng? Äh, nein, ich glaube eher, hier hat man dem deutschen Michel mal den Spiegel vorgehalten.

Ist es nicht so, dass man dunkelhäutige Mitbürger – vor allem, wenn sie Leistung zeigen – als Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft jedweder Sportart bejubelt. Wagt es aber so einer, in der unmittelbaren Nachbarschaft seinen Wohnsitz zu nehmen, da reicht der Jubel in der Tat nicht so richtig weit.

Man kann ja lange suchen, aber eine Beleidigung des Herrn Boateng durch Herrn Gauland kann man in dieser Äusserung nicht finden.

Das wird auch nicht besser, wenn’s in den WDR-2-Nachrichten stündlich wiederholt wird.

Warum diese konstruierte Geschichte? Hatten nicht die „Altparteien“ verkündet, sie wollten sich in der Sache mit der AfD auseinandersetzen? Also dann! Demokratie geht anders!

Man sollte den AfD-Politikern bis zum Beginn der „sachlichen Auseinandersetzung“ künftig ihre Rechte verlesen: „…Sie haben das Recht zu schweigen. Wenn Sie was sagen, kann und wird das gegen Sie verwendet werden…“

Kontraste

Auf der einen Seite jubeln die Medien, dass in der wiedereroberten Oase von Palmyra historische Bauwerke gar nicht so zerstört sind, wie der IS uns seinerzeit in schmucken Videos vorgeführt hat.

Auf der anderen Seite erfahre ich, dass die Taliban sich zum Splitterbombenanschlag von Lahore bekennen, der 70 Menschen – darunter 29 Kinder – das Leben gekostet hat. Weg mit diesen Christen! Was soll das, im islamischen Pakistan wird nicht öffentlich Ostern gefeiert.

Und die Medienlandschaft? Freut sich wie doll über die doch noch recht gut erhaltenen historischen Bauten in Palmyra, meldet den Anschlag von Lahore pflichtgemäss – aber das war’s dann auch. Man macht sich scheinbar mehr Gedanken um den Wiederaufbau historischer Ruinen, als um die vielen getöteten Menschen!

Passt wohl nicht so recht in die politische Landschaft.

Der Islam an sich ist ja eine friedliche Religion, werden offizielle Stellen nicht müde zu behaupten. Leute! Lest doch mal im Koran!

Den gibt’s schliesslich auch in deutscher Übersetzung. Und da finde ich nix von Friede, Respekt und Toleranz anderen gegenüber. Da gibt es die Gläubigen und deren Gegenteil, die Ungläubigen. Und die werden verfolgt. Nicht nur von Allah, sondern auch und gerade von seinen Rechtgläubigen.

Dass nicht alle Mohammedaner in den Krieg gegen die Ungläubigen ziehen, liegt sicher zum Teil an der Interpretation des Koran durch die Geistlichen. Aber man muss den Koran erst entsprechend interpretieren, damit Friede Einzug hält.

Das ist selbst einem ägyptischen Fernsehmoderator schon aufgefallen, wie man in der FAZ nachlesen kann.

Jetzt höre ich, dass der Innenminister ein Gesetz vorbereite, das Immigranten zur Pflicht macht, Deutsch zu lernen.

Bullshit!

Die Werte der freiheitlichen Gesellschaft sollen sie lernen, egal ob auf Arabisch oder Deutsch. Und sich dazu bekennen.

Aber das wird schwer, denn bei uns ist Religion weitestgehend Privatsache, im Islam eben nicht. Und das wird auch auf Deutsch nicht besser!