MySQL-Update mit Tücken

Bislang habe ich MySQL für den MAC bevorzugt. Einfache Installation – für Privatanwender kostenfrei – und extrem leistungsfähig.

Das Upgrade für die jeweils neuen Versionen hat es jedesmal nötig gemacht, den Inhalt des Daten-Verzeichnisses

/usr/local/mysql-5.xxx-osx10.x-x86_64/data

in den Ordner der neuen Installation umzuziehen, den MySQL-Server neu zu starten – et voilà alles am Ort und funktionsbereit.

Diesmal leider nicht.

Irgendwie prangte in der neuen Installation am Data-Ordner ein Gesperrtzeichen als Hinweis darauf: Finger weg, nicht Dein Verzeichnis. Und tatsächlich, Öffnen, Bearbeiten, Hineinkopieren scheiterte kläglich.

Habe dann mehrfach vergeblich versucht, die wichtigen Daten in die neue MySQL-Installation zu importieren, war aber zu ungeschickt damit.

Auch das Entfernen des gesamten Ordners und Ersetzen mit dem data-Ordner der alten Installation konnte nicht befriedigen, da verweigerte MySQL-Server den Start mit einem deutlichen Hinweis darauf, das data-Verzeichnis sei ungesichert und für jedermann sichtbar. Das ist ja aus Sicherheitsgründen durchaus erwünscht – aber mir torpediert es das Upgrade!

Dann kam nach Wälzen diverser Bücher die Erleuchtung: wie wäre es, mich als User „xxxxx“ mit in die Gruppe „_mysql“ aufzunehmen, da müsste mir danach doch Zugriff auf das verbotene Terrain des Data-Ordners möglich sein?

Gesagt – aber wie getan?

Hier hilft alles Basteln mit der Systemsteuerung nix. Ich bin zwar der Administrator, aber deswegen zeigt man mir in der Benutzerverwaltung solche Gruppen wie „wheel“ oder „_mysql“ erst gar nicht an. Auch an Gruppen herumfingern geht nicht. Grafische Oberfläche adé. Im Filemaker-Server-Forum kam ich dann zu einem entscheidenden Hinweis:

Im Terminal

sudo dseditgroup -o -a Benutzername -t user _mysql

eingegeben. Nach einem Stoßgebet auf RETURN gedrückt – Passwort eingeben – und wieder der Eingabeprompt. Uff. Also scheint der Befehl ohne Mucken akzeptiert worden zu sein, denn in UNIX-Betriebssystemen gibt die Shell im Erfolgsfall keinerlei Kommentar ab.

Und siehe da, der Ordner data ist jetzt ohne Gesperrtzeichen und zugänglich.

Rasch die Unterordner hineinkopiert – seitdem ist meine MySQL-Installation wieder uneingeschränkt nutzbar.

iTunes 12.3 – der Pausenclown

Es könnte so einfach sein.

Man brennt ein gekauftes Album auf CD, indem man davon eine Wiedergabeliste erstellt und diese dann brennen lässt.

Aber halt.

So einfach ist es dann doch nicht.

iTunes gibt sich alle Mühe, die Sache kompliziert zu machen.

Die Wiedergabeliste enthält alle Titel des Albums.

Soweit, so gut.

Aber leider nicht in der auf dem Album vorgegebenen Reihenfolge, sondern strikt nach Alphabet sortiert. Und das, egal, was man in der Listenansicht so eingestellt hat.

Das ist mehr als ärgerlich.

Nirgendwo lässt sich dieser Unsinn abstellen!

Man muss tatsächlich von Hand (!!) alle Titel der Wiedergabeliste in die richtige Reihenfolge bringen.

Brennt man diese dann – o weh! Alles wieder alphabetisch, als wenn man nicht mühsam von Hand…

Bullshit!

Der Trick, der weiterhilft: man wähle vor dem Brennen die richtig sortierten Titel der Wiedergabeliste noch mal komplett aus, wie macfan1 in einem Beitrag im maclife-Forum schon 2012 angemerkt hat.

Also: in die Wiedergabeliste klicken und dann: cmd-A. Dann: „Auf Medium brennen“ auswählen.

Nun kann iTunes plötzlich doch die Wiedergabeliste in der richtig sortierten Reihenfolge brennen.

Da muss man erst mal drauf kommen!

Ja, liebe Leute von Apple, da habt Ihr Euch ja so richtig was ausgedacht!! Alles so schön einfach und selbsterklärend hier… komme mir beinahe vor, wie damals, bei Windoze 2000.

Ach ja, die Nostalgie!