Fahrradfreuden, Teil 2

At last! Habe auf der Strecke nach Hameln einen ersten Etappensieg errungen.

Es ist gelungen, ohne viel Autoverkehr Rinteln zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und das auf einer in Bosch-e-bike-connect selbst erstellten Route, ohne Alpenrundfahrtfeeling (was hierzulande nicht so einfach ist).

 

Gut, der direkte Weg sähe anders aus, man könnte sicher noch 5 km einsparen – aber diese Route ist einfach schöner. Stets im Grünen, meist abseits der Strasse.

Dabei gibt’s nur eine lästige Steigung am Campingplatz in Borlefzen, aber die wäre auch zur Not mit einem Tourenrad ohne E-Unterstützung zu schaffen. Ansonsten geht’s durch das Schwemmland der Weser relativ flach und ohne lästige Bundesstrassen dahin. Ab Vlotho findet sich sogar eine übersichtliche Ausschilderung mit Wegweisern rechtzeitig vor Abzweigungen. Das nenn‘ ich fahrradfreundlich.

Einziger Schwachpunkt dieser Route ist diese Brücke über die Weser:

Da ist es fast zu eng für 2 sich begegnende Pkw. Und 1,5 m Seitenabstand zum Radler kann ein Pkw-Fahrer da eigentlich nicht einhalten. Was sie aber nicht daran hindert, sich doch vorbei zu quetschen.

Als Radler tut man gut daran, hier mit Licht unterwegs zu sein und ständig nach hinten zu sichern.

 

 

 

 

 

 

Und mein e-Bike hatte nach der Rückkehr sogar noch Reserven für 11 km bergauf!

 

 

 

 

 

 

Wenn man also einen zweiten Akku hätte – oder in Hameln ein Stündchen Pause mit Elektroanschluss zum Laden des Akku einlegen könnte….

 

Immer diese Radfahrer

Frei nach Heinz Erhard.

Mal wieder muss ich hier über eine unheilvolle Begegnung mit einem Autofahrer berichten.

Abends noch eine kleine Runde durch Vlotho gedreht, immer schön an der Weser lang. Dann geht’s über die Weserbrücke und man landet unvermittelt auf einer Strasse. Nicht viel los hier, rechts Büsche und links ein Parkplatz. Ein Schild weist auf die nahe Polizeiwache hin – die ist aber nicht durchgängig besetzt.

Alles sehr idyllisch.

Da biegt ein Pkw vom Parkplatz aus auf die Strasse ein, fährt stracks auf mich zu und nötigt mich zu einer Vollbremsung.

Idiot! Was soll das? Bin ich nicht zu sehen?

Ich nehme die Verfolgung auf – ist nicht schwer, denn das Auto tuckert nur mit geschätzen 20 – 30 km/h vor mir her.

Durch das Heckfenster kann ich sehen, wie der Fahrer – telefoniert.

Handy am Ohr. Und ganz mit sich und dem Telefonat beschäftigt ist.

Ja was…

Wie oft soll man denen noch geduldig erklären, dass sowas eigentlich gar nicht geht. 60 € und ein Punkt in Flensburg.

Aber nur, wenn das der alleinige Verstoß ist. Kommt noch Gefährdung anderer hinzu, wird’s so richtig teuer.

Eine Freisprecheinrichtung wäre zum Anklemmen an die Sonnenblende schon für ungefähr 30 € zu haben und würde das Bussgeld verhindern, das man zahlen müsste, wäre die Polizei zugegen.

Allerdings löst das nicht das Unaufmerksamkeits-Problem.

Viele Leute sind mit dem Autolenken an sich schon gut ausgelastet. Kommt noch ein Telefonat, eventuell mit hoher Beanspruchung der geistigen Fähigkeiten hinzu, wird’s schon mal chaotisch.

Da hilft auch keine Freisprecheinrichtung.

Meint Tip: wichtige Telefonate nicht mal so nebenbei erledigen, sondern doch kurz anhalten.

Bekommt allen besser!

Der Frühling naht…

… und damit auch wieder ein munteres Treiben des Zweirad-fahrenden Völkchens.

Auch ich habe meine Sachen aus der Packstation per Velociped abgeholt.

Hat Spass gemacht, so bei frühlingshaften Temperaturen in die Pedale zu treten.

Hat auch wieder „unheimliche Begegnungen der dritten Art“ mit anderen Verkehrsteilnehmern gegeben.

Mehrere Male musste ich notbremsen, um vorwitzigen Autofahrern nicht in den Weg zu geraten. Die haben einen einfach noch nicht auf dem Schirm.

Und wäre beinahe vom Rad geschubst worden.

Eine „Silberrücken“-Lady in ihrem Golf witschte so dicht an mir vorbei, dass ich Mühe hatte, keine Spuren im Lack ihres Gefährts zu hinterlassen. Wäre doch zu schade, das Auto war gepflegt.

An der nächsten Ampel will ich sie zur Rede stellen.

Klopfe energisch ans Seitenfenster.

Sie erschrickt, sucht die Ursache des Klopfens – und findet dann nach längerem Umherblicken mich.

Sie möge das Fenster ein wenig öffnen, ich habe mit ihr zu reden, bedeute ich ihr.

Sie sucht hektisch herum, bis sie den Knopf für „Scheibe herunter“ findet, öffnet aber erstmal verzweifelt umhertastend das Fenster gegenüber.

Nun denn, als es ihr endlich gelingt, das Kommunikationshindernis zu beseitigen, frage ich, wer ihr denn das Recht gebe, mich vom Fahrrad zu schubsen.

Verwirrter Blick. Fahrrad? Nie gehört. Nie gesehen! Was will er?

Ich werde deutlicher: na, da vorn habe sie mich doch überholt, mit einem Seitenabstand, der nahezu nicht messbar war. Sie möge mich doch bitte leben lassen. Künftig etwas mehr Abstand, vielleicht so in etwa die von der Rechtsprechung mehrfach angeführten 1,50 m?

Die Ampel zeigt grün, dankbar lässt sie ihr Gefährt anrucken zum Zeichen, dass die Audienz beendet sei – und hat mich beinahe ein zweites Mal umgenietet.

Also Freunde, ich bin ja kein Gegner von Senioren am Steuer. (Bin ja selbst auch nicht mehr so weit davon entfernt).

Aber ab einer gewissen Unbeweglichkeit (geistig wie körperlich) bin ich mehr für das begleitete Fahren.

Vom Bus-, Taxi- oder Bahnfahrer.

Und bitte hinten sitzen!